SG Langenfeld besiegt den SC Düsseldorf deutlich 3:0

Volleyball : SG Langenfeld schlägt früheren Angstgegner

Der Volleyball-Regionalligist setzte sich mt 3:0 klar gegen den Düsseldorfer SC durch.

Es gab einmal eine Zeit, in der die Regionalliga-Volleyballerinnen der SG Langenfeld (SGL) einen großen Angstgegner hatten. Sowohl in der Meisterschaft als auch im Bezirkspokal hatte die Mannschaft von Trainer Michael Wernitz gegen den Konkurrenten Düsseldorfer SC nichts zu bestellen. Doch bereits in der Hinrunde konnte die SGL durch den 3:2-Erfolg in Düsseldorf überraschen, bevor sie jetzt das Rückspiel sogar mit 3:0 (25:20, 25:21, 25:17) zu ihren Gunsten entschied.

Nach dem Spiel wirkte Wernitz sehr erleichtert: „Früher hatten wir mit Düsseldorf immer erhebliche Probleme, aber jetzt läuft es endlich besser.“ Eigentlich hatte der SC in der vergangenen Woche durch den 3:2-Sieg über den Zweiten TuS Herten noch viel Selbstvertrauen getankt. „Jetzt wirkten die Düsseldorferinnen sehr indisponiert. Ihr Trainer Stefan Hugenbruch sagte, das Team könne momentan nur einmal wöchentlich trainieren. Dadurch waren sie oftmals nicht ganz auf Augenhöhe“, erklärte Wernitz.

Dagegen sorgte das Wiedersehen mit Sanja Lakicevic für viel Freude. Bis zum vergangenen Sommer war die Mittelblockerin noch in Langenfeld aktiv, wo sie sich gegen die starke Konkurrenz mit Silke Althaus, Jil Molitor und Anne Schmittmann indes nicht durchsetzen konnte. Jetzt wirkte Lakicevic bereits sehr gut ins SC-Spiel integriert – und fiel immer wieder mit harten Schlägen auf. Nach der Partie tauschte sie sich noch intensiv mit ihren ehemaligen Kolleginnen aus.

Düsseldorferinnen wirkten
in der Abwehr unorganisiert

Der erste Satz verlief zunächst sehr ausgeglichen, weil beide Kontrahenten jeweils Akzente setzen konnten (6:6, 12:13). „Hier war es noch ein sehr ansehnliches Volleyball-Duell mit ordentlichen technischen Aktionen“, fand Wernitz. Anschließend wirkten die Düsseldorferinnen jedoch in der Abwehr unorganisiert und ließen die nötige Laufbereitschaft vermissen, um auch die schwierigen Bälle noch zu verteidigen. Die SGL-Außenangreiferinnen Sarah Brust und Diana Kiss sowie Jil Molitor über die Mitte führten den Erfolg herbei (20:17, 25:20).

Langenfeld hielt seine Dominanz auch im zweiten Durchgang aufrecht. Ein Faktor: Die Gastgeberinnen beschäftigten die gewöhnlich sehr gefährliche SC-Diagonalspielerin Lena Röwer in der Abwehr (12:7). Dagegen stand die SGL in der Defensive sehr stabil, während sie im Angriff deutlich gefährlicher als die Gäste wirkte (25:21).

Diesmal bekam Alexa Leimbach auf der Diagonal-Position den Vorzug gegenüber Jana Nahrstedt und Vivien Tänzler – was sich auch im dritten Abschnitt auszahlen sollte. „Es war eine Entscheidung aus dem Bauchgefühl heraus. Früher war Alexa im Training unbeständig, aber zuletzt hat sie es gut gemacht“, betonte Wernitz, dessen Team mit 30 Punkten den vierten Platz belegt. Leimbach überzeugte durch platzierte Aufschläge und viel Engagement in der Verteidigung. Weil die SGL beim Stand von 17:7 viele Eigenfehler produzierte, konnte Düsseldorf aufholen, aber nur auf 17:25.

Das nächste Spiel bestreitet
die SGL am Tulpensonntag

Nach zwei Niederlagen gegen den VoR Paderborn (0:3) und bei der SG SV Werth/TuB Bocholt (2:3) konnte Wernitz’ Team Wiedergutmachung betreiben. „Wir haben unter der Woche länger als eine Stunde über unsere Mannschaft gesprochen. Jetzt haben wir uns endlich wieder belohnt“, fasste der Coach die Situation zusammen. Die Langenfelderinnen treten nach einer kurzen Pause am 23. Februar (15 Uhr, Halle Hinter den Gärten) gegen den Zweiten Herten an.