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Ratinger Ice Aliens verlieren gegen EHC Neuwied 3:7

Eishockey : Pre-Play-offs: Ice Aliens verlieren ein enges Match

Der Ratinger Eishockey-Regionalligist unterlag Neuwied im Heimspiel mit 3:7.

Zum „Family Day“ hatten sich knapp 400 erwartungsfrohe Zuschauer in der Eissporthalle Am Sandbach eingefunden. Am Ende jubelte aber nur die stimmgewaltige Busladung aus Neuwied – über einen Sieg bei den Ratinger Ice Aliens in den Pre-Play-offs der Regionalliga, der sich vor allem in seiner Deutlichkeit lange Zeit nicht abgezeichnet hatte.

Die Fans sahen von Beginn an ein enges Match mit offenem Visier. Die Gäste münzten ihre Anfangsüberlegenheit in eine frühe Führung (Schahab Aminikia/8.) um, als sie einen der insgesamt doch häufigeren gravierenden Fehler im Aufbauspiel der Aliens nutzten. Dann aber wechselten die Mannen von Trainer Andrej Fuchs in den Angriffsmodus und drehten mit einem Doppelpack die Partie: Pascal Rüwald und Tim Brazda (beide 14.) brachten mit zwei Treffern innerhalb von 54 Sekunden die Gastgeber in Front, die danach drauf und dran waren, das Ergebnis auszubauen. Stattdessen gelang den Neuwieder Bären aber der Ausgleich (Kevin Wilson/18.), womit das Momentum wieder in die andere Richtung pendelte.

Das zweite Drittel verlief ähnlich abwechslungsreich, wobei die Aliens stark aus der Kabine kamen und sich folglich verdient die Führung zurückeroberten, für die Ted Zeitler mit einem fulminanten Solo verantwortlich zeichnete (31.). Die entscheidende Wende im Match brachte dann das unterschiedliche Powerplay-Spiel beider Teams. Zunächst nutzten die Gäste ihre eigene Überzahl zum neuerlichen Ausgleich (Sam Aulie/37.), ehe sie nur eine Minute später in Unterzahl das Spiel drehten (Jeff Smith/38.).

Das war ein Schock für die Außerirdischen, von dem sie sich nicht mehr erholen sollten. Mit dem Konter-Tor zum 5:3 (Smith/ 44.), dem ersten Zwei-Tore-Vorsprung an diesem Abend, stellten die Gäste die Weichen dann endgültig auf Sieg und bauten anschließend ihre Führung innerhalb von fünf Minuten gnadenlos aus (Aulie/ 46; Aminikia/ 49.). Das war zu viel für Aliens-Keeper Christoph Oster, der nach dem siebten Gegentor entnervt das Eis verließ.

Dass der für ihn übernehmende Felix Zerbe in den verbleibenden elf Minuten seinen Kasten sauber hielt, wurde bei den Aliens aber nicht als einziger positiver Aspekt des Abends wahrgenommen. „Wir sind gut ins Spiel reingekommen und haben die seelische Kraft vom Sieg am Freitag mitgenommen“, sagte Aliens-Trainer Fuchs mit Blick auf das 6:5 gegen die Hammer Eisbären. Ihn freute es, dass sein junges Team einem Gegner mit ganz anderen personellen Möglichkeiten das Leben so schwer gemacht hatte. „Ich habe die Play-offs immer noch nicht abgeschrieben“, so Fuchs. Beim bisherigen Pre-Play-off-Schlusslicht Dinslaken bietet sich den Aliens am Freitag die Chance, diesem Glauben neues Leben einzuhauchen.