Ratingen 04/19: Moses Lamidi hat die Sperre in der Oberliga abgesessen

Fußball : Lamidi geht wieder auf Torejagd

Fußball-Oberligist Ratingen 04/19 gastiert bei den Sportfreunden Niederwenigern. Baumberg will gegen Nettetal punkten. VfB Hilden und SSVg Velbert treffen sich zum Derby, Monheim spielt in Schonnebeck.

Seit 270 Spielminuten ist Ratingen 04/19 ohne eigenen Treffer. Doch für die Oberliga-Partie am Sonntag (15 Uhr) bei den Sportfreunden Niederwenigern III gibt es einen Hoffnungsträger, der die Torflaute beenden könnte: Moses Lamidi. Der Ex-Profi hatte sich beim Sieg in Kleve nur zwei Minuten nach seinem Treffer zum 2:0 eine Rote Karte eingehandelt – wegen Beleidigung. Der 31-Jährige war nach eigener Aussage rassistisch beleidigt worden, doch der Schiedsrichter bekam nur die Erwiderung des ehemaligen nigerianischen Nationalspielers mit – so gab es Rot und eine Vier-Spiele-Sperre für Lamidi, der Gegner kam ohne Bestrafung davon.

Coach Alfonso del Cueto freut sich, dass er Lamidi wieder an Bord hat. „Wir haben Moses schon vermisst in den vier Spielen. Als erfahrenen Spieler und Anspielstation, der auch den Ball halten kann.“ Hilfreich dürfte aber auch sein, dass Phil Spillmann eventuell schon wieder zurückkehren kann. Der Kapitän wurde im Pokalspiel am Fuß getroffen, es handele sich aber nur um eine schwere Prellung, so del Cueto. „Phil entscheidet selbst, ob er spielt. Er ist erfahren genug, das einschätzen zu können“, sagt der Trainer. ame

Sportfreunde Baumberg wollen Wiedergutmachung betreiben

Auch beim Heimspiel am Sonntag (15 Uhr, Sandstraße) gegen den SC Union Nettetal werden die beiden Co-Trainer der Sportfreunde Baumberg, Michael Rentmeister und Hayreddin Maslar, die Verantwortung an der Seitenlinie übernehmen. Chefcoach Salah El Halimi kann nach seiner Bandscheiben-Operation noch immer nicht live ins Geschehen eingreifen. Nötig wäre es, denn die Baumberger stecken nach der 0:4-Pleite zuletzt bei TuRU Düsseldorf und dem Aus im Niederrheinpokal beim Essener Landesligisten SV Burgaltendorf (1:3) in einer Krise.

Das Team ist nach dem Debakel von Düsseldorf auf den achten Platz abgerutscht. Das Grundproblem lag im Fehlen von Leidenschaft und Einsatzbereitschaft – zwei Bereiche, in denen die TuRU um Welten überlegen auftrat. Rentmeister: „Die Jungs haben verstanden, dass sie sich nicht nur auf spielerische Qualitäten verlassen dürfen, sondern sich auch in den Zweikämpfen zurechtfinden müssen. Wir haben über alles gesprochen, und ich bin sicher, dass wir eine Reaktion sehen werden.“ Gesicherte Erkenntnis dürfte sein, dass die Baumberger gegen Nettetal wieder zulegen müssen, zumal die Gäste jetzt mit dem 3:1 in Kleve ihren ersten Saisonsieg holten und sich so vom Tabellenende lösten. mid

Trainerentlassung in Velbert
birgt Gefahren für Hilden

Nach dem späten Remis gegen den TVD Velbert nimmt der VfB 03 den nächsten Velberter Oberligisten in den Blick (Samstag, 16 Uhr, Christopeit-Sportarena). Die SSVg zählt zu den ambitionierten Mannschaften in der Klasse, blieb allerdings bislang hinter den Erwartungen zurück (acht Punkte aus sechs Partien). Für Cheftrainer Alexander Voigt hatte das Remis bei Ratingen 04/19 Folgen, denn der SSVg-Vorstand entband ihn seiner Aufgaben.

Nur einen Punkt besser ist die Bilanz des VfB 03. Der wesentliche Unterschied: Die Mannschaft von Marc Bach kassierte nur eine Niederlage (in Ratingen). Gleichwohl verbesserten sich die Hildener im Vergleich zur Anfangsphase der vergangenen Saison. Diesen Trend wollen sie bei der SSVg fortsetzen. Doch nach der Entlassung von Voigt sind die Karten neu gemischt. Wer wird Interimstrainer? Oder gibt es einen neuen Coach? Das sind die Fragen, die sich Bach stellt. Und daraus resultiert die wohl dringlichste Frage: „Wie stellen wir unsere Mannschaft ein?“ Als Ex-Profi weiß Bach, wie stark ein Trainerwechsel motivieren kann, zumal der Velberter Kader hochwertig bestückt ist. „Viele Spieler haben schon Regionalliga oder höher gespielt. Deshalb steht das Team in der Tabelle nicht da, wo es hingehört“, analysiert der VfB-Coach und betont: „Die Mannschaft hat deutlich mehr Potential – und genau das birgt Gefahren für uns.“ bs

Monheimer treffen in Essen
auf einen echten Angstgegner

Auf den FC Monheim wartet am Sonntag ein echter Angstgegner. Denn gegen die Spvg. Schonnebeck (15 Uhr, Schetters Busch) konnte der FCM in seinen beiden Jahren in der Oberliga in vier Spielen noch keinen Punkt holen. Weil Niederlage aber bekanntlich nicht gleich Niederlage ist, lässt sich an den Spielen trotzdem die Entwicklung ablesen, die die Monheimer genommen haben: In der ersten Oberliga-Saison hatte die Elf von Trainer Dennis Ruess bereits frühzeitig nichts mehr mit dem Abstiegskampf zu tun, war gegen den späteren Vizemeister Schonnebeck aber zweimal mit 0:3 chancenlos. In der abgelaufenen Spielzeit machte der FCM dann einen großen Schritt nach vorne, landete in der Tabelle auf Rang vier – sah aber gegen formschwache Essener erneut kein Land (1:3 und 2:3). „Schonnebeck hat uns bisher nicht gut gelegen. Im ersten Jahr waren wir sehr weit weg, etwas zu holen. In der letzten Saison haben uns die Disziplin und das nötige Spielglück gefehlt. Wie groß der Abstand jetzt ist, weiß ich nicht, das wird man nach den 90 Minuten sagen können“, bemerkt Ruess. mroe

Mehr von Westdeutsche Zeitung