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Fußball: Oberligisten wagen zweiten Startversuch

Fußball : Oberligisten wagen zweiten Startversuch

Am vergangenen Wochenende machte der Sturm „Sabine“ den Fußballern in der Region einen Strich durch die Rechnung und sorgte für die Absage etlicher Partien. Nun soll es endlich wieder losgehen.

Nach den Absagen wegen Sturmtief „Sabine“ unternimmt die Fußball-Oberliga einen neuen Versuch, die Winterpause zu beenden. Bereits am heutigen Samstag ist der FC Monheim (FCM) gefordert, der so souveräne Tabellenzweite tritt ab 16 Uhr beim Zwölften TVD Velbert an. „Von der Struktur her ist die Mannschaft deutlich gehobener als ihr Tabellenplatz“, sagt FCM-Trainer Dennis Ruess und ergänzt: „Die Velberter haben in der Hinrunde ein paar Punkte unnötig verschenkt, aber sie haben eine hohe Qualität im Kader mit guten, individuell starken Jungs, die auch Profi-Erfahrung haben. Dazu haben sie im Winter noch zwei, drei gute Leute geholt. Die Mannschaft hat sich gemacht.“

Das kann Ruess natürlich auch über sein Team sagen, das in der Hinrunde hinter Spitzenreiter SV Straelen das stärkste Team der Liga war. Das will der FCM natürlich weiter beweisen. „Die Pause war ja recht kurz, da verliert man nicht so viel“, sagt der Coach, der sogar ein fünftägiges Trainingslager in der Türkei beziehen konnte. „Wir hatten insgesamt gute Einheiten, auch mit den Testspielen. Wir konnten die Themen abarbeiten, die wir so hatten. Aber eine Vorbereitung ist immer etwas anderes als ein Meisterschaftsspiel“, sagt Ruess. ame

Personalle Lage der Baumberger hat sich nicht verbessert

Von einem Spiel in bester Besetzung können die Sportfreunde Baumberg (SFB) derzeit nur träumen – die Personalsituation ist nach der Pause nicht wirklich besser geworden. Tim Knetsch (Innenbandriss im Knie), Dominik Cikac (Knieprobleme), Dominik Oehlers (Aufbau nach Achillessehnenriss) und Sercan Er (Bänderriss im Fuß) sind weiterhin nicht einsatzfähig, zudem hat die Grippe zugeschlagen. „Ich werde wohl nur vier Spieler auf der Bank haben und eventuell Sercan Er mitnehmen, falls er mit einem Tape spielen kann, dass muss er aber selbst entscheiden“, sagt Salah El Halimi. Der SFB-Trainer glaubt, dass die Heimpartie gegen den TSV Meerbusch am Sonntag (15 Uhr) „eine schwere Aufgabe“ wird, die aber durchaus attraktiv für die Zuschauer werden könnte. „Es treffen zwei offensiv geprägte Teams aufeinander. Das war auch im Hinspiel zu sehen, beide Mannschaften waren offensiv ausgerichtet und wollten gewinnen“, sagt El Halimi, der beim 3:2 das bessere Ende für seinen Punktestand hatte.

Diesbezüglich haben beide Teams mit 30 Zählern dieselbe Ausbeute, die SFB liegen direkt hinter dem Tabellensechsten. „Wir wollen auf jeden Fall punktgleich bleiben, am liebsten aber an Meerbusch vorbeiziehen“, sagt El Halimi, der aber warnt: „Meerbusch steht zu Recht da, ich hätte sie vor der Saison auch genau da einsortiert. Das ist eine sehr starke Mannschaft, die sich schon in der Sommerpause mit Regionalliga-Spielern verstärkt hatte und anscheinend einen guten Draht zu Borussia Mönchengladbach II hat, woher der TSV jetzt auch Malte Berauer verpflichtet hat.“ Das Meerbuscher Prunkstück sieht El Halimi im „sehr erfahrenen zentralen Mittelfeld“, aber generell gelte: „Meerbusch hat eine immense Qualität mit vielen gefährlichen Spielern.“ ame

Hilden und Kleve wollen beide
den Klassenerhalt zügig sichern

Die Fußballer des VfB Hilden (Rang elf) erwarten am Sonntag (15 Uhr) ein Duell auf Augenhöhe, denn Gastgeber FC Kleve (13.) hat nur einen Zähler weniger auf dem Konto. Im Hinspiel trennten sich die Oberliga-Konkurrenten auf dem Kunstrasen an der Hoffeldstraße mit 2:2. Nun sind die Karten neu gemischt, zumal die Begegnung vermutlich auf Naturrasen steigt. Beide Mannschaften haben sich auf die Fahne geschrieben, den Klassenerhalt schnell in trockene Tücher zu bringen. Dabei sieht Marc Bach sein Team psychologisch im Vorteil. „Wir wollen Kleve hinter uns lassen, dazu benötigen wir mindestens einen Punkt, fahren aber am liebsten drei ein.“

Gleichwohl warnt der Trainer des VfB 03: „Kleve hat eine kompakte sehr unangenehme Mannschaft – wir dürfen keinesfalls mit der Einstellung der Vorsaison dort antreten.“ Seinerzeit verloren die Hildener beim Aufsteiger sang- und klanglos mit 0:3. Eine Schmach, die tief saß, auch wenn das Bach-Team sie im Rückspiel mit einem 2:0-Sieg wettmachte. „Wir wissen, was auf uns zukommt“, betont Bach. Das gilt auch für die personelle Lage, denn in dieser Woche lichteten sich die Reihen – inklusive der Langzeitverletzten fehlten zehn Spieler beim Training.

Definitiv nicht dabei ist Talha Demir, der sich im letzten Vorbereitungsspiel gegen den SV Wermelskirchen einen Bänderriss nebst Haarriss im Sprunggelenk zuzog – der Mittelfeldakteur, mit aktuell zwölf Treffern bester Schütze des VfB, fehlt für vier bis sechs Wochen. „Wir haben schon bewiesen, dass es auch ohne ihn geht“, blickt Bach dennoch positiv nach vorne und sagt: „Talha hat eine unfassbare Qualität bei Standards, deshalb ist Stefan Schaumburg bislang weniger zur Geltung gekommen, aber vielleicht steigt dadurch ja jetzt seine Quote.“

Der Kapitän des VfB freut sich, dass es jetzt endlich losgeht. Sturm „Sabine“ verhinderte, dass die Hildener zum Meisterschaftsauftakt im neuen Jahr ein Feuerwerk auf eigener Anlage abbrennen konnten. Etwas zurückhaltender geht er die Aufgabe in Kleve an. „Das ist eine relativ spielstarke Mannschaft, die auch eine richtig gute Serie machen kann“, lobt Schaumburg. bs

Ratinger wollen den Vorsprung auf Nettetal im Idealfall ausbauen

Ratingen 04/19 tritt am Sonntag (15.15 Uhr) beim SC Union Nettetal an. Beide Teams trennen zwar zwölf Punkte, aber nur zwei Plätze. Die Ratinger (14. Platz) sind direkt vor der Abstiegszone platziert, in der Nettetal (16.) rangiert. Darum sagt Ratingens Trainer Frank Zilles: „Wir müssen erst einmal schauen, dass Nettetal nicht näher an uns herankommt. Wenn wir den Vorsprung ausbauen können, umso besser.“

Der erfahrene Coach weiß aber auch: „Nettetal hat sicher mehr Druck als wir und wird alles versuchen, sein Ziel, den Klassenerhalt, noch zu erreichen.“ Dafür hat sich die Union in der Winterpause mit Stürmer Nico Zitzen verstärkt, der für den FC Viersen in 18 Spielen der laufenden Bezirksliga-Saison zehn Tore geschossen und acht vorbereitet hat. „Wir müssen auf der Hut sein“, sagt Zilles, „und unser wahres Gesicht zeigen und den Nettetalern direkt auf die Euphoriebremse treten.“ Was das „wahre gesicht“ von 04/19 ist, werde sich zeigen, meint der Ratinger Trainer und hofft auf diese Tugenden seiner Mannschaft: „gute Körpersprache, Mentalität, Teamfähigkeit, Fleiß und ein bisschen Glück“, wobei er letzteres „gar nicht so hoch hängen“ möchte, denn: „Fußball besteht immer aus Fleiß und Teamfähigkeit und mehr. Das kann Berge versetzen.“ Damit soll sein Team am besten schon in Nettetal anfangen.

Zilles kann auf seinen kompletten Kader zurückgreifen und sagt mit Blick auf die Vorbereitung: „Die Jungs haben das ordentlich gemacht. Sie sind eifrig und bemüht und haben in den Testspielen manchmal auch schon mehr Tore geschossen als in der Liga. Das ist ja auch erstrebenswert, dass wir vorne öfter treffen und hinten besser stehen.“ ame