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Die Bilanz: Volleyballerinnen sind unzufrieden

Volleyball : Volleyballerinnen hadern mit ihrer Bilanz

Mit dem sechsten Platz in der Regionalliga sind die Spielerinnen der SG Langenfeld am Ende der Saison nicht zufrieden.

. Die Erwartungen waren erneut groß, doch die Ernüchterung ließ mal wieder nicht auf sich warten. Weil ihr Potenzial ohne Zweifel sehr groß und auch genügend Erfahrung vorhanden war, wollten die Regionalliga-Volleyballerinnen der SG Langenfeld (SGL) in der gerade beendeten Serie 2018/2019 unbedingt einen Platz im oberen Tabellendrittel erreichen. Das Team verfehlte sein Ziel allerdings, denn die Mannschaft von Trainer Michael Wernitz blieb mit 29 Punkten aus 20 Spielen als Sechster im Mittelfeld stecken. „Unter dem Strich ist das Ergebnis akzeptabel, aber wir sind trotzdem nicht zufrieden“, sagt Wernitz.

Die Klasse war insgesamt ausgeglichen wie selten zuvor. Ausnahme: Der TV Hörde (51 Zähler) hatte sich frühzeitig abgesetzt und seine Meisterschaft geriet zu keinem Zeitpunkt mehr in Gefahr. Dahinter standen etwa selbst der Dritte FC Junkersdorf Köln II (37 Zähler) und der Achte SC 99 Düsseldorf (26) relativ eng beisammen. Um in den knappen Duellen jeweils die Oberhand zu behalten, wollten die Langenfelderinnen eigentlich die letzten Prozentpunkte aus sich herausholen – was eine hohe Trainingsbeteiligung vorausgesetzt hätte.

Tatsächlich war der 16 Volleyballerinnen umfassende Kader jedoch nur teilweise vollständig anzutreffen. „Manche der im Training anwesenden Spielerinnen waren häufig zu verspielt oder sie haben nicht ihre besten Leistungen abgerufen. Wenn in der Verteidigung ein schwieriger Ball erkämpft werden musste, dachten sie erst mal nach, ob sie sich das auch antun. Dann war es schon zu spät“, sagt der erfahrene Coach. So ließen sich die Mechanismen für den Ernstfall nicht wirklich optimal einstudieren.

Dass sich dann in einer Meisterschafts-Partie ab und an zahlreiche Konzentrationsfehler einschlichen, ist insgesamt kein Wunder. Ein Beispiel: Im März trat die SGL als klarer Favorit beim Schlusslicht PSTV Aachen II an. In den ersten beiden Sätzen erkämpften sich die Gäste durch einen starken Block und gute Angriffe eine 2:0-Führung, ehe sie unnötige Fehler einstreuten und noch mit 2:3 den Kürzeren zogen.

Verlassen konnte sich Wernitz dagegen in den meisten Duellen auf die gefährlichen Aufschläge, die Langenfeld produzierte. Durch Kraft und Technik brachte etwa Silke Althaus den Gegner immer wieder in Verlegenheit. Carina Zandt, Diana Kiss, Jana Nahrstedt und Jessica Eisler schlugen ebenfalls sehr gut auf. Darüber hinaus war die Annahme im Vergleich zu den vergangenen Jahren mitunter deutlich verbessert. Bei sämtlichen Erfolgen war die Annahme die Grundlage, um über einen geordneten Aufbau ansprechende Angriffe aufzuziehen.

Personell fiel insbesondere die gute Entwicklung von Lara Dietrich in der Außen-Annahme auf. „Lara ist eine willensstarke Spielerin, die die Kritik sehr gut aufnimmt und sich immer verbessern will. Durch Extra-Schichten hat sie sich im Kraftbereich weiter verbessert“, lobt Wernitz. In den vergangenen Monaten lieferte sich Dietrich einen spannenden Konkurrenzkampf mit Spielführerin Kiss, Eisler, Svenja Tillmann und Sarah Brust.

In der kommenden Saison 2019/2020 wollen sich die Langenfelderinnen in der Regionalliga weiter etablieren. Die Mittelblockerin Sanja Lakicevic wird dabei nicht mehr mitwirken und sie sucht sich derzeit einen neuen Verein. „Sanja war leider zuletzt unzufrieden, da sie nicht genügend Spielpraxis sammeln konnte“, erläutert der SGL-Coach. Aufgrund der schwierigen Anreise nach Langenfeld verlassen möglicherweise auch Lilian Kemper und Jil von der Stein den Verein. Die restlichen Spielerinnen denken bis zu einer Team-Sitzung mit Wernitz am 8. Mai ebenfalls über ihre Zukunft nach, doch viele Abgänge sind vermutlich nicht mehr zu erwarten. Ab dem 13. Mai werden die Langenfelderinnen wieder ins Training einsteigen und sich auf die nächste Serie vorbereiten.