Tennis: Dem Lintorfer TC droht der Absturz

Tennis : Dem Lintorfer TC droht der Absturz

Der Klassenerhalt für den Zweitligisten rückt nach Pleite gegen Vorletzten in weite Ferne.

Ist es das bereits gewesen? Auch das vierte Spiel der Zweitligasaison verloren die Tennisdamen des Lintorfer Tennisclubs. Zuhause gab es eine 1:8-Niederlage gegen den TC Union Münster. Damit liegen die Lintorferinnen nach vier Spielen sieglos auf dem letzten Tabellenplatz und steuern ungebremst dem direkten Wiederabstieg entgegen. Bereits eine Woche zuvor kassierten die Zweitliga-Aufsteigerinnen des LTC trotz guter Leistung gegen den RTHC Bayer Leverkusen eine 4:5-Heimniederlage. „Wir hätten auch gewinnen können, haben aber am Ende kein Glück gehabt“, sagte LTC-Ehrenvorsitzender Manfred Büth. Die Gastgeber boten den favorisierten Leverkusenern einen großen Kampf und standen kurz vor dem ersten Saisonsieg. Gegen den direkten Abstiegskonkurrenten hielt der Tabellenletzte lange mit, gewann zehn von 22 Sätzen und zwang Leverkusen dreimal in den entscheidenden Tiebreak im dritten Satz. Am Ende zeigte der RTHC die reifere Spielanlage – und zwang den Tennisclub knapp in die Knie. 

Diese Form konservierten die Tennisfrauen jedoch nicht bis zum Abstiegsendspiel. Denn: Beim letzten Heimspiel der Saison kassierte Lintorf eine deftige Pleite gegen den Tabellenvorletzten TC Münster. Der Gegner dominierte in allen Belangen und gab lediglich drei Sätze an den LTC ab. Zwar gewann Constance Sibille den Auftaktsatz 6:2 in den Einzelbegegnungen, verlor danach jedoch zwei Sätze hintereinander (4:6, 13:15) Anouk Tigu gestaltete ihre Einzelpaarung mit 6:2 und 7:5 siegreich, und holte damit den einzigen Punkt des Tages. Ansonsten bestimmten die Gäste das Geschehen und gewannen am Ende verdient mit 8:1 an der Anger.

„Für uns lief es gar nicht gut. Wir waren klar unterlegen“, gab Büth zu: „Wir haben ja fast alles in zwei Sätzen verloren. Insgesamt haben wir nur drei Sätze gewonnen, in den Doppel nicht einen einzigen. Die Niederlage geht schon in Ordnung. Münster war Qualitativ einfach besser“, erklärte Büth.

Damit der Klassenerhalt noch erreicht werden kann, brauchen die Damen für die verbleibenden beiden Saisonspielen ein Wunder. Und das Abschlusswochenende der Saison hat es in sich: Am heutigen Samstag geht es zu Tabellenführer TC Blau-Weiß Berlin (11 Uhr), Pfingstmontag steht das Auswärtsspiel beim Marienburger SC aus Köln an (11 Uhr), die aktuell Zweiter sind. „Da wird wahrscheinlich nicht viel für uns zu holen sein. Deswegen ist das Thema Zweite Liga wahrscheinlich durch“, sagt Büth. cda

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