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Beim Pokal-Aus: Monheim ärgert Oberhausen

Fußball : Monheim verpasst im Pokal die Sensation

Der Fußball-Oberligist unterlag dem Regionalligisten unglücklich mit 1:3. Ratingen verlor beim FSV Duisburg mit 0:1, Baumberg mit 0:3 beim SV Burgaltendorf. Hilden gewann gegen Viersen mit 2:1.

In der zweiten Runde des Niederrheinpokals bot der Fußball-Oberligist FC Monheim eine bemerkenswerte Leistung, schied aber mit einer 1:3 (0:3)-Niederlage gegen den Regionalligisten Rot-Weiß Oberhausen aus. Am Ende war die Effektivität der Gäste entscheidend – vor allem auf dem Weg zur klaren Halbzeitführung, die nicht zum Spielverlauf passte. FCM-Trainer Dennis Ruess konnte später trotz der Niederlage sehr viel mit dem Auftritt seines Teams anfangen: „Der Favorit hat in Durchgang eins aus vier Optionen drei Treffer erzielt. Wir hingegen waren von Beginn an aggressiver, haben viel Aufwand betrieben und keinen Ertrag erzielt. Ich bin stolz auf die Mannschaft.“

Die Hausherren kamen bereits nach 40 Sekunden zu einer hochkarätigen Chance, als Jan Lukas Nosel nach Hereingabe von Denis Labusga am Gäste-Keeper Daniel Davari scheiterte. In der zehnten Minute fiel wie aus heiterem Himmel die Führung für Oberhausen, das einen umstrittene Freistoß zugesprochen bekam. Bastian Müller drosch den Ball aus etwa 30 Metern Entfernung auf das FCM-Tor, wo Keeper Johannes Kultscher den auf dem nassen Kunstrasen aufspringenden Ball nur gegen den Innenpfosten abwehren konnte – 0:1.

Dann hatten die Monheimer Fans unter den 350 Zuschauern bereits den Torschrei auf den Lippen: Bora Gümüs spielte von links scharf nach innen, wo der einschussbereite Tim Kosmala knapp verpasste und der Versuch des dahinter lauernden Robert Norf im letzten Moment abgeblockt wurde (28.). Anschließend leitete ein Doppelschlag des Regionalligisten die Entscheidung ein: Pisano traf zum 2:0 (29.), ein abgefälschter Schuss von Julijan Popovic führte zum 3:0 (30.).

Nach der Pause drückte der FCM weiter aufs Tempo und wurde für seine Bemühungen auch belohnt. Der eingewechselte Julian Meier fand mit seinem präzisen Zuspiel Tobias Lippold – 1:3 (61.). Im Anschluss an die Konterchance für Oberhausens Oubeyapwa (71.) eroberte Lippold am gegnerischen Strafraum den Ball und verfehlte den Kasten nur um Zentimeter (78.), bevor er elfmeterreif gefoult wurde (85.) – der Pfiff des Unparteiischen aber ausblieb.

Kaufen kann sich der FCM für seinen leidenschaftlichen Auftritt zwar nichts, doch er will den Schwung aus dem Pokal mit in seine nächste Meisterschafts-Aufgabe nehmen. Die wird gegen den Aufsteiger SF Niederwenigern schwierig genug, obwohl der Drittletzte auf Rang 16 erst einen Zähler geholt hat. Davon dürfen und wollen sich die Gastgeber aber nicht blenden lassen. ts

Ratinger scheiden aus und beklagen zwei verletzte Spieler

Bitterer konnte der Abend aus Sicht von Ratingen 04/19 nicht laufen. Der Oberligist schied in der zweiten Runde des Niederrheinpokals beim Landesligisten FSV Duisburg aus – nach einem Treffer in der vierten Minute der Nachspielzeit. Und als ob das nicht schon ärgerlich genug wäre, hat Trainer Alfonso del Cueto auch noch zwei schwer verletzte Spieler zu beklagen: Emre Demircan verdrehte sich nach einem Foul das Knie und musste raus, Phil Spillmann wurde nach 45 Minuten übel von Ex-Profi Jeff Gyasi am Fuß getroffen – der Kapitän hielt zwar bis zum Ende durch, musste aber am Donnerstag ins Krankenhaus, eine MRT-Untersuchung wird erst am Dienstag genau erkennen lassen, wie schwer er verletzt ist.

Was Ratingens Trainer Alfonso del Cueto besonders ärgerte: „Es gab bei beiden Szenen nicht einmal Gelb.“ Es waren aus Sicht der Gäste nicht die einzigen Situationen, in denen Schiedsrichter Felix May nicht richtig entschied – auch der Siegtreffer durch Emir Alic sei nicht regelkonform gefallen, berichteten die Ratinger Spieler. „Nach einer Ecke, die eigentlich vermeidbar war und bei der Spillmann sichtlich Probleme mit seinem Fuß hatte, erzielt Duisburg aus dem Gewühl heraus das Tor – es war aber die Hand dabei. Danach hat der Schiedsrichter das Spiel gar nicht erst wieder angepfiffen. Das ist sehr unglücklich gelaufen“, ärgerte sich del Cueto.

Sorgen bereitet ihm nun neben den beiden verletzten Spielern die Ausbeute vor dem gegnerischen Tor. „Wir wissen, dass wir im Training am Abschluss arbeiten müssen. Der muss wieder besser werden“, sagte del Cueto, dessen Team am Sonntag die SSVg Velbert empfängt. „Das ist eine Mannschaft, die für mich eigentlich mit Straelen der Favorit ist, die Meisterschaft zu gewinnen“, sagte der Coach. Allerdings steht die ­SSVg (sieben Zähler) drei Punkte und drei Plätze schlechter als die siebtplatzierten Ratinger. „Bei den Velbertern läuft es noch nicht so rund – das kann schwierig für uns werden“, warnt del Cueto. ame

Erst ein Elfmeter kurz vor Schluss ebnete Weg zum Hildener Sieg

In Mittwochsspielen tun sich die Oberliga-Fußballer des VfB 03 immer schwer. Das zeigte sich auch im Pokalduell beim FC Viersen. Positiv aus Hildener Sicht: Trotz schwacher Leistung besiegten sie das gastgebende Bezirksliga-Team und zogen in die dritte Runde des Niederrheinpokals ein. Allerdings stand der Erfolg erst kurz vor dem Abpfiff fest, als Talha Demir einen an Der eingewechselte Oliver Krizanovic verursachten Elfmeter zum 2:1 (88.) verwandelte.

In der Begegnung konnten die Gäste ihre Spielkunst gegen die zweikampfstarken Viersener nicht so richtig entfalten. Im Lauf der ersten Halbzeit steigerten sich die Hildener zusehends. Der VfB-Trainer ärgerte sich zwar, als David Szewcyk im Viersener Strafraum gefoult wurde und der Elfmeterpfiff ausblieb. Der Ball kam danach jedoch in den Rückraum zu Simon Metz, der das Leder flach ins rechte untere Eck schoss. Die kalte Dusche folgte eine Minute und 40 Sekunden nach dem Wiederanpfiff – Maximilian Kuznik glich zum 1:1 aus. Der Elfmeter kurz vor Schluss brachte die Hildener letztlich auf die Gewinnerstraße. Sie treffen am Sonntag auf den Aufsteiger TVD Velbert, der zuletzt Ratingen 04/19 mit 2:0 besiegte. bs

Sportfreunde können sich nicht auf Pokalkampf einstellen

Die Sportfreunde Baumberg hatten vor dem Spiel in der zweiten Runde des Niederrheinpokals angekündigt, die Aufgabe ernst zu nehmen. Michael Rentmeister, der mit den Co-Trainer-Kollegen Hayreddin Maslar und Gaku Ishida den nach einer Bandscheiben-Operation aussetzenden Chefcoach Salah El Halimi vertritt, sagte: „Die Meisterschaft hat Priorität. Aber wir wollen uns anständig darstellen und unserer Rolle als Oberligist gerecht werden.“ Das war die doch graue Theorie, denn die Sportfreunde mussten sich in Essen beim Landesligisten SV Burgaltendorf geschlagen geben: Der Favorit verlor nach einer schwachen Leistung mit 1:3 (0:1). Das hohe spielerische Potenzial des personell dünn besetzten Teams kam nicht zum Tragen, weil sich die Gäste höchst selten auf die Anforderungen eines Pokalkampfes einzustellen wussten. Das 1:0 (33.) von Lukas Kuhlmann wäre wohl zu reparieren gewesen, doch mit dem 2:0 (59.) durch Kreshnik Vladi und dem 3:0 (75.) durch Sam Sultani waren die Gäste geschlagen. Dass SFB-Kapitän Ivan Pusic auf 1:3 (82.) verkürzte, kam zu spät.

Aufmerksam registrierte das alles der in Essen anwesende Francisco Carrasco – jener Trainer, der bis zum Ende der vergangenen Saison in Baumberg gearbeitet hat, dem sie aber dort die Position als Chefcoach offenbar nicht zutrauten. Baumberg holte dafür El Halimi zurück. Carrasco nahm dann ein Angebot der TuRU Düsseldorf als hauptverantwortlicher Trainer an. Bereut hat er den Entschluss bis heute nicht: „Ich fühle mich bei der TuRU sehr wohl. Ich kann hier in Ruhe arbeiten.“ Der Terminplan will es so, dass seine neuen Düsseldorfer am Sonntag seine alten Baumberger erwarten. mid