„Realitätsgewinn für die Schulen“

„Realitätsgewinn für die Schulen“

Die Kooperation Schule-Wirtschaft geht in ihr zehntes Jahr.

Mettmann. Die Kooperation Schule-Wirtschaft (KSW) ist ein Erfolgsmodell - und das seit fast zehn Jahren. 66 Schulen im Kreis Mettmann und rund 80 Unternehmen wirken in diesem Netzwerk mit - Tendenz steigend. Rund 100 000 Euro investiert der Kreis Mettmann in dieses Projekt. Das soll so auch bleiben - hat der Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Tourismus beschlossen.

"Das Netzwerk ist gut, aber warum muss der Steuerzahler dafür aufkommen?", wandte sich Martina Köster-Flashar (Grüne) dagegen, dass die öffentliche Hand Geld einbringt. Reiner Köster (Die Linke) argumentierte in die gleiche Richtung, forderte mehr finanzielles Engagement der Firmen. Beide ernteten im Ausschuss kollektives Kopfschütteln. Zum Beispiel von Dieter Roeloffs (CDU): "Die Steuerzahler profitiert doch auch von der Maßnahme."

Kreis-Wirtschaftsförderer Dirk Haase entpuppte sich als vehementer KSW-Anhänger. "Hier wird keine Schule der Wirtschaft geopfert." Die Unternehmen würden sich schließlich praxisnah bei der Berufswahl an die Seite der Schüler stellen. "Das erhöht auch den Realitätsgewinn in den Schulen." Der Kreis nehme mit dem KSW eine Vorreiterrolle ein, "die bundesweit auf Interesse stößt".

Die Mehrheit des Gremiums folgte der Verwaltung uneingeschränkt. Für Klaus Müller (FDP) ist die Kopperation, "die ideale Verzahnung von Berufswelt und Schule". Aus Sicht von Berndt Hoffmann (SPD) beschere sie dem Kreis "einen echten Standortvorteil".