Mettmann/Ratingen : Autofahrer liefern sich illegales Rennen auf A 3

Ein Mini, ein BMW und ein Toyota sollen am Montagabend beteiligt gewesen sein.

Mehrere Verkehrsteilnehmer haben der Leitstelle der Polizei Düsseldorf am Montagabend gegen 19.45 Uhr gemeldet, dass sich drei Autos offenkundig ein Rennen auf der Autobahn 3 zwischen der Anschlussstelle Mettmann und dem Autobahndreieck Ratingen-Ost lieferten. Die Anrufer sprachen davon, dass die Fahrzeugführer mit hoher Geschwindigkeit durch die dortige Baustelle rasten und sich dabei immer wieder gegenseitig rechts und links überholen würden – das Ganze unter Nutzung aller Fahrstreifen.

Während ihrer halsbrecherischen Fahrmanöver betätigten die Fahrzeugführer immer wieder die Lichthupe und fuhren gegenseitig dicht auf. Laut der Zeugen handelte es sich bei den Fahrzeugen um einen BMW Mini, einen weißen BMW und einen Toyota. Zwei der Autos hatten türkische Kennzeichen.

Fahrzeugführer wollten sich gegenüber Polizei nicht äußern

Ein Einsatzteam der Autobahnpolizei Düsseldorf hielt kurz darauf einen schwarzen BMW Mini mit türkischem Kennzeichen an der Anschlussstelle Duisburg-Wedau an. Danach hielt auch Augenblicke später der beschriebene Toyota. Die kontrollierten Fahrzeugführer, 25 und 26 Jahre alte türkische Staatsbürger, wollten sich vor Ort nicht äußern. Beide Führerscheine wurden beschlagnahmt.

Es wurde jeweils eine Sicherheitsleistung in Höhe von 750 Euro erhoben. Ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts illegaler Kraftfahrzeugrennen wurde eingeleitet.

Dies ist nicht der erste Vorfall auf der A 3: Am 22. März sollen mehrere Sportwagen einen sogenannten Burnout hingelegt haben. Dies bedeutet: Man lässt die Reifen durchdrehen und quietschen, so dass Reifenspuren in den Asphalt „gebrannt werden“. Dies geschah im Zusammenhang mit einem sogenannten Hochzeitskorso.

Polizeipräsident kündigte konsequentes Vorgehen an

Hochzeiten seien Situationen im Leben, die gefeiert werden sollten, betonte Düsseldorfs Polizeipräsident Norbert Wesseler. „Wer jedoch meint, Autobahnen zu blockieren und dadurch andere in Lebensgefahr zu bringen, muss damit rechnen, dass wir als Polizei konsequent gegen ihn vorgehen werden“, so der Polizeipräsident.

Die Polizei werde mit allen rechtsstaatlichen Mitteln daran arbeiten, „die Verantwortlichen buchstäblich aus dem Verkehr zu ziehen“, erklärte Wesseler. Immer wieder eskalieren türkische Hochzeitsfeiern in NRW. Die „Hochzeits-Blockade“ auf der A 3 diente als Vorbild. Ein Polizist, der anonym bleiben möchte, sagte: „Seitdem stellen wir fest, dass sie einander nacheifern.“ Red/kle

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