Ratingen Kitas und Schulen sollen langsam Betrieb aufnehmen

Ratingen · . (Red) Die derzeit zur Vorsorge während der Corona-Pandemie größtenteils geschlossenen Kindertagesstätten und Schulen sollen ab Anfang Mai Stück für Stück wieder ihren normalen Betrieb aufnehmen.

 Bald soll wieder Leben in die Räume von Kindertageseinrichtungen und Schulen einziehen. Die Stadt Ratingen bereitet dafür derzeit alles vor.

Bald soll wieder Leben in die Räume von Kindertageseinrichtungen und Schulen einziehen. Die Stadt Ratingen bereitet dafür derzeit alles vor.

Foto: dpa/Monika Skolimowska

Für die Vorbereitung und Durchführung der Wiedereröffnung der Kitas, Grundschulen und weiterführende Schulen sind die Städte und Gemeinden zuständig.

„Von den Landesministerien und dem Landeszentrum Gesundheit NRW gibt es umfangreiche Anhandgaben“, sagt Ute Meier, Mitglied der rünen im Jugendhilfeausschuss der Stadt Ratingen. „Wir fragen die Verwaltung, wie etwa der Muster-Hygieneplan mit Reinigungs- und Desinfektionsplan in den einzelnen Ratinger Einrichtungen umgesetzt wird.“

Infektionsschutz und Hygiene müssen umgesetzt werden

Die pädagogischen Kräfte seien als enge Bezugspersonen der Kinder für alle pädagogischen Angebote verantwortlich. Sie müssten explizit und besonders die aktuellen Themen Infektionsschutz und Hygienemaßnahmen in der Schule umsetzen. Barbara Esser, schulpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion ergänzt: „Welche Hygienemaßnahmen sind, auch angesichts maroder Toiletten in vielen Einrichtungen, überhaupt realistisch? Wie wird sichergestellt, dass ausreichend Masken und Desinfektionsmittel in Schulen vorhanden sind – und von den Kindern richtig benutzt werden?“ Die Einrichtungen bräuchten Planungssicherheit und Ansprechpartner bei der Stadt und dürften mit den Problemen nicht alleine gelassen werden, fordern die Ratinger Grünen.

Ute Meier fragt weiter: „Welche Maßnahmen initiiert und koordiniert die Stadt mit den Schulleitern und den Kitaleitungen? Um mit kleinen Kindern das Abstands- und Hygienegebot durchhalten zu können, sind umfangreiche Planungen der betroffenen Einrichtungen nötig. Die Nöte aber auch die Sorgen der Eltern müssen wir ernst nehmen. Bis zur Wiedereröffnung müssen alle Eltern ausführlich über die getroffenen Maßnahmen informiert werden.“

Diskutiert werden in NRW Gruppengrößen etwa mit nicht mehr als fünf Kinder pro Gruppe in Kindergärten, nicht mehr als zehn Kinder pro Gruppe in Grundschulen. Als Ideen stehen Formen von Schichtbetrieben im Raum, offen ist dann die Frage, wie Kinder, die nicht in der jeweiligen Schulschicht sind, weiter beschult werden.

„Im kommenden Haupt- und Finanzausschuss möchten wir von der Verwaltung Antworten auf unsere Fragen“, unterstreicht Barbara Esser. Der Hauptausschuss tagt am Dienstag, 12. Mai, ab 16 Uhr im Freizeithaus in Ratingen-West.

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