Verdi schweigt: Läden können öffnen

Verdi schweigt: Läden können öffnen

Eine Umfrage hat ergeben, dass die deutliche Mehrheit der Bürger wegen des Fischmarktes kommt.

Ratingen. Frischer Fisch — und nicht nur das. Im Reich der Kulinarik ist alles angerichtet. Und der Optimismus der Organisatoren ist deutlich spürbar. Tenor: Auch der vierte Fischmarkt, der am Sonntag, 24. Juni, in der Zeit zwischen 10 und 18 Uhr auf dem Marktplatz und drumherum stattfindet, wird ein Erfolg.

Ratingen hat sich zwischen Düsseldorf und Köln — in diesen Städten wird ebenfalls regelmäßig der Fischmarkt angeboten — längst etabliert. Und man setzt stark darauf, dass die Geschäfte zwischen 13 und 18 Uhr öffnen können. Wie die Stadt gestern mitteilte, habe Verdi bisher keine juristischen Schritte eingeleitet.

Die Strahlkraft des Fischmarktes ist jedenfalls groß: In einer Online-Umfrage der Stadt gaben 203 Bürger (79,30 Prozent) an, vor allem wegen der frischen Angebote auf dem Markt zu kommen. Nur 53 Bürger (20,70 Prozent) betonten, dass sie wegen des verkaufsoffenen Sonntages in der Stadt sein werden.

In diesem Jahr soll es eine enge Wechselwirkung zwischen Fischmarkt und offenen Geschäften in der Altstadt geben. Kulinarisch bleiben wohl keine Wünsche offen. Die Veranstaltungs-Agentur Rheinlust aus Düsseldorf lässt sich Jahr für Jahr etwas Neues einfallen: So ist Andreas Tönis mit Produkten aus seiner Edelfischräucherei in Herten zum ersten Mal dabei.

Ein Gast aus Tradition ist „Lachskönig“ Ludwig Traber, der sich auf seinen erneuten Auftritt in Ratingen schon jetzt sehr freut. Natürlich gibt es auch Fleischgerichte und süße Sachen. „Der Fischmarkt besteht ja nur zu rund 30 Prozent aus Fisch“, erklärte Gabriela Maria Picariello, die Chefin der Agentur Rheinlust, die im Jahr 1998 gegründet wurde. „Wer immer noch denkt, der Fischmarkt sei ein reines Paradies für Fischliebhaber, der irrt.“ Jeder Gast komme auf seinen Geschmack, erklärte sie.

Eine Besonderheit ist ein Bus, der mit Getränken des Weingutes Korrell in der Nähe von Bad Kreuznach bestückt ist und auf dem Marktplatz Station machen wird. „Wir werden dort vor allem einen Rosé namens Mahlzeit präsentieren“, kündigte André Müller vom Weingut Korrell an.

Die Besucher dürfen sich zudem an frischen Blumen aus Holland erfreuen. Zu sehen sind Orangen- und Zitrusbäume, Topf- und Zierpflanzen in den unterschiedlichsten Farben. Das Ganze soll zu einer Blumenoase werden. Vorgestellt wird auch ein neuer Glitzer-Likör, der unter dem Namen „Husch Husch“ firmiert und in gehobenen Supermärkten bereits der Renner sein soll. Insgesamt werden mehr als 50 Händler vertreten sein, die unter anderem auch Schmuck und Kunsthandwerk anbieten werden.

„Wir wollen zum abwechslungsreichen Sonntagsbummel einladen“, sagte Picariello. Der Erfolg gibt ihr Recht: Bisher war die Altstadt immer rappelvoll.