Stadt plant jetzt den Bau einer Tiefgarage an der Wallstraße

Stadt plant jetzt den Bau einer Tiefgarage an der Wallstraße

Ratingen hat ein entsprechendes Grundstück bereits erworben.

Ratingen. Das ist schon ein Kracher vor der politischen Sommerpause: Die Stadt hat das Grundstück auf der Wallstraße, links neben der Hausnummer 33, erworben und damit eine ganz neue Planungsvariante geschaffen. Wie das Ganze aussehen könnte, stellten Bürgermeister Klaus Pesch, Jochen Kral, der Technische Beigeordnete, und Martin Gentzsch, Dezernent für den Bereich Kommunale Dienste, gestern an Ort und Stelle vor. Die Idee zu den veränderten Planungen hatte Kral. Wie berichtet, sollte ursprünglich im hinteren Bereich des Parks eine Tiefgarage in Richtung Hans-Böckler-Straße entstehen — mit der Folge, dass zahlreiche Bäume gefällt werden müssten.

Nun soll die neue Tiefgarage an der Wallstraße gebaut werden, mit direkter Verbindung zu den Stellplätzen, die unter dem neuen Gebäude-Ensemble auf dem Areal des alten Hertie-Hauses zur Verfügung stehen werden. Es gibt zwei Zufahrten: einmal über die Düsseldorfer Straße und einmal über die Wallstraße, die Ausfahrt ist nur über die Düsseldorfer Straße möglich, so auch deshalb, weil man den Verkehr auf der Wallstraße begrenzen will. 182 Stellplätze sollen im Bereich des alten Hertie-Hauses entstehen, 140 im städtischen Parkhaus.

Hinter dieser Planungsänderung steht unter anderem die Idee, den alten Baumbestand im Bereich Beamtengäßchen, Hans-Böckler- und Wallstraße weitestgehend zu schonen. „Bei den neuen Planungen müssten nur einige Bäume im Bereich der Wallstraße gefällt werden“, sagte Gentzsch, der berichtete, dass der geplante Mehrgenerationenpark rund 1,2 Millionen Euro kosten soll. Pesch ist froh, dass die Stadt nun im Besitz des kompletten Grundstückes ist. Der Bau der neuen städtischen Tiefgarage wird mehrere Millionen Euro kosten, man rechnet mit 20 000 bis 25 000 Euro pro Stellplatz.

Bereiche der alten Mauer und des Grabens an der Wallstraße sollen historisierend aufbereitet, in Teilen möglicherweise auch angeleuchtet werden. Per Lift (das Modell ist noch offen) können Kunden die neuen Stellplätze unterhalb der Tiefgarage direkt erreichen. Die Pläne sind ganz frisch, erste Gespräche mit Vertretern der Politik hat es bereits gegeben.

Mehr von Westdeutsche Zeitung