Stadt kämpft gegen Parkpiraten

Stadt kämpft gegen Parkpiraten

An der Eissporthalle stehen zahlreiche auswärtige Pkw. Das Ordnungsamt ist informiert.

Ratingen. Auf dem Parkplatz an der Eissporthalle stehen verstärkt Pkw mit auswärtigen Kennzeichen. Dies lässt stark darauf schließen, dass Flughafen-Parker auf dem Stadtgebiet erneut ihr Unwesen treiben. Man prüfe zurzeit, wie man mit dem aktuellen Fall umgehen werde, hieß es aus dem Ordnungsamt. Während der Pfingstferien sei es zu einem ähnlichen Fall auf der Straße An den Dieken in Lintorf gekommen. Ein wichtiger Aspekt: Flughafen-Parker behindern mitunter die Zufahrtswege — mit gravierenden Folgen für Feuerwehr und Polizei.

Klaus Pesch, Bürgermeister

Wie André Dietze, Chef des Ordnungsamtes, gestern mitteilte, werde man die Situation auf dem Parkplatz an der Eissporthalle genau im Auge behalten. Noch am Dienstag habe man den Bereich kontrolliert. Am Abend sei der Parkplatz so gut wie leer gewesen. Fakt ist: Die Verwaltung bleibt wachsam. Eine Maßnahme hat sich im September des vergangenen Jahres bewährt. Durch die 23-Stunden-Parkscheibenregelung hat die Stadt im Kampf gegen die sogenannten Parkpiraten ihr Ziel erreicht: Die Flughafen-Parker und unseriöse Parkfirmen konnten nachhaltig aus den betroffenen Gebieten ferngehalten werden.

Die ausgeschilderte Zone erstreckte sich über die Robert-Koch-Straße, die gesamte Breslauer Straße und die von dort abgehenden Straße und Wege. Die Schilder wurden dann mit „ungültig“ gekennzeichnet und schließlich entfernt. Die 23-Stunden-Parkscheibenregelung in Verbindung mit entsprechenden Kontrollen ist nicht neu. Es gibt diese Regelung schon seit mehreren Jahr.

Seit der Parkscheibenregelung zu Beginn der Sommerferien im vergangenen Jahr wurden binnen sehr kurzer Zeit rund 40 Verwarnungen ausgesprochen. Achtmal rückte sogar der Abschleppwagen an. „Diese Maßnahmen haben gefruchtet, denn seit längerer Zeit schon sind uns keine Flughafen-Parker mehr gemeldet worden“, betonte damals Bürgermeister Klaus Pesch.

„Ich danke allen Bürgern für die zahlreichen Hinweise ans Ordnungsamt. Nur dadurch konnten wir so schnell und gezielt gegen die Parkpiraten vorgehen. Auch die von der Parkregelung betroffenen Anwohner haben für die Maßnahme viel Verständnis gezeigt“, erklärte Bürgermeister Pesch. Die Stadt ist wegen ihrer guten Verkehrsanbindung vom Parkpiraten-Problem ganz besonders betroffen.

Parkfirmen suchen sich immer wieder geeignete Flächen in den Stadtteilen aus. So gab es auch auf dem großen Parkplatz am Blauen See bereits viel Ärger, weil dort zahlreiche Wagen mit auswärtigen Kennzeichen ein Areal blockiert hatten.

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