Stadt holt Planschbecken aus Wald

Stadt holt Planschbecken aus Wald

An der A 52 lag wilder Müll. Ein Anwohner machte darauf aufmerksam.

Tiefenbroich. Klaus Jochheim ist ganz begeistert von der Reaktion der Stadt auf seinen Hinweis zu Müll an der A 52: „Müll ist entsorgt! War gerade im Wald und traute meinen Augen nicht...wenn man jetzt nur wüsste, warum es auf einmal so schnell ging?“ Zuvor habe er wochenlang versucht, jemanden beim Amt 70 (Abfallwirtschaft) an die Strippe zu bekommen, auch E-Mails blieben unbeantwortet — bis es später doch eine Antwort gab, allerdings vom Automaten: „Bekomme gerade vom Amt 70 die Antwort per E-Mail, dass das Postfach voll sei und daher meine Nachricht nicht zugestellt werden konnte.“

Von der Stadt hieß es dazu, dass offenbar die Kommunikation nicht so ganz geklappt habe. Die Meldung „Postfach voll“ könne man sich nicht erklären. Auch das Büro Bürgermeister wollte von Jochheim wissen, wie die Kontakte abgelaufen seien. Parallel dazu wurde sofort der Bauhof verständigt, bereits am Freitag war das aufblasbare blau-weiße PVC-Planschbecken bereits beseitigt — reine, schnelle Routine des Bauhofes.

Dieser Fall habe die Kollegen besonders getroffen, sie seien sehr flott, wenn es um bekannte Beschwerden gehe, so Ulrike Trimborn von der Pressestelle der Stadt. Die jüngsten E-Mail-Probleme bei der Stadtverwaltung seien aber mittlerweile beseitigt. Trimborn wies in diesem Zusammenhang auf die Kommunikationswege mit der Stadtverwaltung hin. Der sicherste Weg sei über die zentrale E-Mail-Adresse stadt@ratingen.de. Dieses Postfach werde laufend überwacht, was bei einzelnen persönlichen Postfächern, zum Beispiel der Sachbearbeiter, nicht immer gegeben sei. Und es gebe seit Januar auch die Möglichkeit, „formbedürftige Mitteilungen“ an die Stadt Ratingen, also rechtlich relevante Schreiben mit Hilfe des neuen „DE-Mails“ digital zu verschicken.

Nur Nutzer mit einer überprüften Identität können DE-Mails versenden und empfangen. Denn jeder Nutzer muss sich vor Eröffnung seines DE-Mail-Kontos, das nur von ihm genutzt werden kann, bei dem Anbieter seiner Wahl ausweisen. Bei DE-Mail kann sich daher niemand hinter einer falschen Identität verstecken. Die Daten werden für die Übertragung stets verschlüsselt. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.ratingen.de und bei jedem Internet-Provider.

Mehr von Westdeutsche Zeitung