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SPD-Vorschläge zu sozialem Wohnungsbau

Ratingen : SPD will einen gemeinsamen „Masterplan Wohnen“ aufstellen

Die Partei möchte den Diskussionsprozess in der Dumeklemmerstadt weiter voranbringen. Sozialer Wohnungsbau soll gestärkt werden.

. Aus Sicht der SPD Fraktion ist das Thema bezahlbarer Wohnraum eines der Zukunftsthemen für die Stadt Ratingen und bedarf noch viel mehr Anstrengungen, um hier zu Lösungen zu kommen.

„Bezahlbarer Wohnraum ist in Ratingen knapp. Dieses ist seit Langem bekannt: Neubauten im sozialen Wohnungsbau gibt es de facto nicht mehr, immer mehr Sozialwohnungen fallen aus der Sozialbindung. Der Bestand an Sozialwohnungen hat sich vom Jahr 2002 bis April 2013 fast halbiert (-2664) und nimmt weiter erheblich ab“, stellt Fraktionsvorsitzender Christian Wiglow dar. Die Schaffung von Wohnraum allgemein in Ratingen stagniert auf niedrigem Niveau trotz erheblicher Nachfrage.

„Dabei ist die Stadt in einer Position, diese Situation zu verändern, Wir müssen es nur wollen“ stellt Christian Wiglow fest. Die SPD sieht hier wesentliche Stellschrauben, beispielsweise die Nutzung des Planungsrechts, um Neubauten zu
schaffen.

Parkflächen, Supermärkte und Kitas sollen überbaut werden

Der Bestand soll durch Modelle wie an der Philippstraße ertüchtigt werden, vorhandene Flächenressourcen durch Nachverdichtung genutzt werden, Parkflächen, Kitas und Supermärkte überbaut und nicht mehr zu vermarktende geeignete Bürobauten umgewandelt werden.

Daher unternimmt die SPD mit einem Antrag an den Bürgermeister einen erneuten Anlauf, voranzukommen. Zuletzt wurde am 27. November 2018 bei der Beratung des SPD Prüfauftrages zur Schaffung einer städtischen Wohnungsgesellschaft beschlossen, dass Rat und Verwaltung „gemeinsamen einen Masterplan Wohnen“ aufstellen. Zudem wurde Ende 2018 beschlossen, das städtische Liegenschaftsmanagement strategisch besser aufzustellen und personell zu verstärken.

Die SPD möchte den Diskussionsprozess weiterführen und schlägt zuerst vor, dass zu Begleitung des Prozesses der Aufstellung eines „Masterplanes Wohnen“ ein „Arbeitskreis Wohnen“ aus der Mitte des Rates gebildet wird.

Als nächstes möchte die SPD, dass der Rat als Selbstbindung zur Schaffung von öffentlich geförderten Wohnraum beschließt, in allen geeigneten Bebauungsplänen Flächen für den sozialen Wohnungsbau auszuweisen. Ferner fordert die SPD, dass für Flächen, die sich im Eigentum der Stadt Ratingen befinden, einen Zielwert von 60 Prozent der entstehenden Nettowohnfläche zur anteiligen Errichtung von gefördertem Mietwohnraum festgelegt wird. Die Verwaltung wird dazu beauftragt, diesbezüglich eine Meilensteinplanung vorzulegen, wie dieser Beschluss umzusetzen ist. Red