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Schulen sollen digitaler werden

Schulen sollen digitaler werden

Die Mitglieder des Jugendrates sind auch in der Ferienzeit damit beschäftigt, ihre Themen zu verfolgen.

Ratingen. Es sind allen voran die Partys des Jugendrats, die für große Aufmerksamkeit sorgen, aber der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt ganz klar in politischen und gesellschaftlichen Themen — „in diese Richtung werden wir unsere Arbeit zukünftig verstärken“, so Sprecher Philippe Todt. Dabei sind es natürlich vor allem Themen rund um die Schule, die die insgesamt 27 Jugendratsmitglieder beschäftigen.

Jüngst haben sie sich beispielsweise bei den geplanten Sanierungsmaßnahmen am CarlFriedrich von Weizsäcker-Gymnasium eingeschaltet. Dort wollen sie Schüler befragen und deren Meinung in die Planungsgestaltung einfließen lassen. Das wird dann auch ein Thema bei der nächsten Sitzung sein, die am Dienstag, 28. August, 17.30 Uhr im Angersaal der Dumeklemmerhalle tagen wird. Interessierte sind herzlich willkommen, auch diejenigen, die mehr erfahren wollen, über das was Jugendratsmitglied Claus Köster „Digitaloffensive“ nennt.

„Beamer, Lautsprecher und Notebooks in den Unterrichtsräumen, außerdem W-LAN und Glasfaserkabel für schnelles Internet an allen weiterführenden Schulen, das gehört heute einfach zu praxisnahem Unterricht dazu.“ Zu digitalem Lernen als Vorbereitung auf eine digitalisierte Arbeits- und Lebenswelt, gehöre aber auch die Weiterbildung der Lehrer sowie richtige IT-Betreuung. Und die sollte nicht durch Lehrer in deren Schulstunden, in denen sie eigentlich Unterricht geben sollte, oder deren Freizeit erfolgen, sondern, nach Wunsch des Jugendrates „von Profis, die sich um die IT, wie ein Hausmeister um das Haus kümmern. Das kann auch gerne eine externe Firma sein, die Schüler und Lehrer dann beraten können.“ In einer Schule sei das schon der Fall. Und wer die Arbeit des Jugendrats kennt, der weiß, dass das Gremium, das 1999 Jahren gegründet wurde, zwar kompromissbereit ist, aber am Ball bleibt.

So trafen sich Mitglieder im Juli mit Vertretern der Rheinbahn, um über ein Dauerbrenner-Thema zu reden: Den öffentlichen Personennahverkehr. „Wir haben zum Beispiel über schülerfreundliche Fahrpläne gesprochen, in denen die Fahrzeiten der Busse an die Schulzeiten angepasst werden“, sagt Claus Köster.

Claus Köster, Jugendrat

Nicht nur bei der Rheinbahn stößt das Gremium auf offene Ohren, auch der Umgang in Ratingen sei gut. „Bei Treffen mit anderen Jugendräten stellen wir immer wieder fest, wie gut der Jugendrat in Ratingen funktioniert“, sagt Philippe Todt. Und „Wir fühlen uns von der Politik und der Verwaltung wertgeschätzt und ernst genommen. Nach dem, was wir von Jugendratsvertretern aus anderen Städten hören, ist das alles andere als üblich. Da sind wir ein echtes Vorbild für Jugend-Beteiligung.“

Mit Michael Hansmeier gibt es dabei einen Jugendamtsmitarbeiter, der die Gruppe unterstützt und der gerne mal Verwaltungsdeutsch für die Jugendlichen übersetzt.

Zum Beispiel hilft er stets bei der Planung der Altweiberparty auf dem Marktplatz und der Dumeklemmerhalle, die mit 1800 Besuchern im vergangenen Jahr so ausverkauft war, dass man Feierwütige wegschicken musste.

Wer Ideen für eine Party oder für andere Themen hat, die den Jugendrat interessieren könnte, der kann sich gerne beim Jugendrat melden. „Unsere Ohren sind immer offen“, bestätigen die Jugendlichen.