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Ratinger Unternehmer treffen sich wieder

Ratingen : Erstes Treffen nach Lockdown

Corona legte den regelmäßigen Austausch Ratinger Unternehmer auf Eis. Nachdem die Teilnehmer mehrere Wochen auf Telefonkonferenzen und Videochats ausgewichen sind, treffen sie sich jetzt wieder persönlich.

„Herzlich Willkommen zu unserem ersten Live-Treffen seit vier Monaten“, begrüßte Lars Pennekamp, Direktor des BNI Chapters Dumeklemmer, die anwesenden Unternehmer beim wöchentlichen Treffen. Bei Business Network International (BNI) handelt es sich um ein internationales Unternehmernetzwerk, dessen Hauptzweck der Austausch qualifizierter Geschäftsempfehlungen ist.

Nach der Netzwerkphilosophie „Wer gibt, gewinnt“ werden aber nicht nur Empfehlungen ausgesprochen, es werden auch untereinander Ratschläge und Erfahrungen ausgetauscht. Alle profitieren von den dadurch erreichten Synergieeffekten. Der Branchenmix im Chapter (Ortsverein) „Dumeklemmer“ ist breit gefächert: vom Autohaus und Bodenverlegung über Rechtsanwalt und Tischler bis hin zum Webdesigner oder Zahnarzt. Jedes Gewerbe ist in einem Chapter nur einmal vertreten, um nicht gegenseitig in Konkurrenz zu treten.

Treffen sei ein erster Schritt zurück in die Normalität

Die „Dumeklemmer“ kamen vergangenen Dienstag erstmalig seit Beginn der Corona-Pandemie wieder persönlich zusammen. Die gemeinsame Feier zum einjährigen Bestehen des Chapters im März diesen Jahres musste corona-bedingt ausfallen und die bisherigen wöchentlichen „Treffen“ fanden nur per Internet-Konferenz statt. Die persönliche Zusammenkunft an diesem Tag sei ein erster Schritt zurück zur Normalität, wie Pennekamp bei der Begrüßung der Mitglieder bemerkte.

Sie trafen sich erstmalig (und werden es auch zukünftig tun) im Lintorfer Hotel „LiLi“ am Konrad-Adenauer-Platz, dessen Gastronomie Ende Mai unter neuer Leitung wieder eröffnet wurde. Die Lokalität wurde seinerzeit von Sternekoch Christian Penzhorn übernommen, der nach fünf Jahren Selbstständigkeit in Ratingen nun in der Küche eines Hotels in Schermbeck das Sagen hat.

Die BNI-Treffen, egal ob online oder persönlich, ob im Bezirk Mitte–West oder in Oberösterreich, sie laufen immer nach einer feststehenden bewährten Agenda ab. So gibt es unter anderem immer eine Vorstellungsrunde, bei der jedes Unternehmen sich kurz präsentieren kann und eine Empfehlungsrunde, in der jeder berichten kann, welche Empfehlungen für andere Unternehmen in der vergangenen Woche ausgesprochen werden konnten und welche Empfehlungen zu welchem Erfolg führten. Auch anstehende Termine für Veranstaltungen oder Coachings werden angesprochen.

Für alle Mitglieder gilt Anwesenheitspflicht. Wenn ein Unternehmer nicht kann, muss er einen Vertreter schicken. „Diese feststehenden Regeln sind wichtig, um für eine Zuverlässigkeit der Betriebe zu garantieren und um bedenkenlos Empfehlungen aussprechen zu können“, erklärte Pennekamp. Auch die häufigen Treffen seien wichtig, um in Bezug auf Kompetenzen, Referenzen und sonstigen beruflichen oder geschäftliche Entwicklungen auf dem Laufenden zu bleiben und sich nicht aus den Augen zu verlieren. Der Teamgeist wird gestärkt, weg von der vorherrschenden „Jeder-gegen-jeden“-Mentalität. Gäste sind bei den Treffen willkommen, um BNI besser kennenzulernen und sich zu informieren.

(MvK)