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Ratinger Kulturamt verhandelt mit Käßmann

Ratingen : Kulturfestival trifft den Nerv

Gerade läuft das Rampenlicht-Festival an. Die Nachfrage nach Karten ist in Ratingen sehr groß.

Das dreitägige Festival „Rampenlicht – Musik und Worte“ ist Donnerstagabend mit dem Auftritt von Pe Werner gestartet, da liegen die Pläne für die nächste Ausgabe schon vor. Das Kulturamt möchte die als Nachfolger von Voices ins Leben gerufene Reihe, welche die Bereiche Rock, Pop und Lesung beinhaltet, gerne fortsetzen, vorausgesetzt, die Politik stimmt zu.

Eine Voraussetzung scheint jedenfalls schon jetzt erfüllt. Die Veranstaltungen sollten jeweils rund 300 Besucher ins Stadttheater locken. Schon vor dem Start waren nach Auskunft von Kulturamtsleiterin Andrea Töpfer gut 900 Karten im Vorverkauf bestellt worden. Vor allem die Lesung mit Christine Westermann stieß bei den Ratingern auf großes Interesse.

Nächstes Festival soll
im Frühjahr stattfinden

Künftig möchte das Kulturamt, immer vorausgesetzt es geht weiter, das Rampenlicht vom November auf das Frühjahr verlegen, als schönen Ausklang einer jeden Kultursaison sozusagen. Das würde bedeuten: Im Jahr 2020 gäbe es keine Veranstaltungsreihe, sondern erst wieder 2021, weil dann das Kulturjahr endet. Außerdem brauchen die Ratinger Kulturmacher einen gewissen Vorlauf, um das Programm mit drei Veranstaltungen zusammenzustellen. Schon länger hatte das Kulturamt mit einem Termin im Frühjahr geliebäugelt, aber die Agentur, die in der Vergangenheit Voices ausgerichtet hatte, war zu diesem Zeitpunkt mit den Hildener Jazztagen ausgelastet.

Das Programm für diesen Herbst musste sehr kurzfristig geplant werden und soll für das Frühjahr 2021 angepasst werden. So konnte diesmal kein A-cappella-Konzert berücksichtigt werden. A-cappella-Konzerte waren ein fester Bestandteil von „VoicesS“ und dort immer besonders beliebt. Im Frühjahr 2021 sind daher Konzerte mit populären A-cappella-Gruppen wie Basta oder Maybebop vorgesehen. Außerdem ist neben einem weiteren Konzert eine Lesung mit einer Autorenpersönlichkeit geplant. Erste Kontakte mit der Agentur von Margot Käßmann haben bereits stattgefunden.

Margot Käßmann hat Interesse
an dem Festival gezeigt

Grundsätzlich habe Margot Käßmann Interesse an dem Rampenlicht-Festival gezeigt. Allerdings wird sie ihre Termine für 2021 erst Anfang nächsten Jahres festlegen. Deshalb hat das Kulturamt Ratingen Alternativen in der Hinterhand.

So sei beabsichtigt, die Mitwirkenden für die Reihe „Rampenlicht“ auf Basis einer Einnahmeteilung zu verpflichten, das heißt, die Auftretenden bekommen einen prozentualen Anteil der Einnahmen. Hierdurch seien für die Gagen keine zusätzlichen Mittel im Ratinger Haushalt bereit zu stellen. Die Gesamtkosten für das Festival belaufen sich laut Kulturamt auf 20 000 Euro, die aber auf diese Weise gedeckt werden würden.