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Ratinger Grünen kritisieren Präsentation eines neuen Ticket-Systems

Ratingen : Tönnes: „Rheinbahn hat uns nicht eingeladen“

Spitzenpolitiker stellten neue Ticket-Offensive vor.

(kle) Die Ratinger Grünen haben die Präsentation einer neuen Ticket-Offensive der Rheinbahn auf dem Düsseldorfer Platz scharf kritisiert. Wie berichtet, hatten ausschließlich SPD-Fraktionschef Christian Wiglow, sein Parteikollege Thomas Geisel (Düsseldorfs OB) und Rheinbahn-Vorstand Klaus Klar das Next-Ticket 2.0 vorgestellt: Man bezahlt nur die zurückgelegte Luftlinie und einen Grundpreis.

„Der Kreis der zu dem Pressetermin eingeladenen Personen ist mir nicht bekannt, als Bürgermeisterkandidat der Grünen habe ich keine Einladung vom Rheinbahn-Geschäftsführer oder von dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates erhalten“, betonte Martin Tönnes. Und er legte nach: „Als öffentliches Unternehmen wird die Rheinbahn für parteipolitische Zwecke missbraucht, denn anders ist es nicht zu erklären, dass nur der SPD-Bürgermeisterkandidat aus Ratingen informiert und beteiligt war.“

Für den Bürgermeisterkandidaten der Grünen ist es sehr erstaunlich, dass „die sozialpolitische Schieflage dieses Rheinbahn-Angebotes durch die sozialdemokratischen Kandidaten nicht erkannt oder schlichtweg ignoriert wird“. Denn dieses Ticket-Angebot des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) setze den Besitz und die persönliche Verfügbarkeit eines Smartphones sowie zusätzlich einen kostenpflichtigen Mobilfunkvertrag voraus. Die Rheinbahn verlagere ihre Vertriebskosten auf die Kunden, und es würden die Menschen von dem verbilligten Fahrpreis ausgeschlossen, die sich kein Smartphone und keinen Mobilfunkvertrag leisten können oder leisten wollen. Diese Bürger müssten zwangsweise tiefer in die Tasche greifen und weiter den vollen Ticketpreis bezahlen, hieß es in einer Pressemitteilung der Grünen.

Man fordere vom VRR ein einfaches und bezahlbares Ticket für alle Bürger nach dem Wiener Vorbild: Dort kostet das Abo-Ticket für die Nutzung von Bus und Bahn innerhalb der Stadt Wien einen Euro pro Tag oder eben 365 Euro im Jahr.