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Ratinger ärgert sich über provisorische Fahrbahnmarkierung

Bürgermonitor Ratingen : Anwohner sind wegen Baken verärgert

Seit mehr als einem Jahr steht das Provisorium am Ortseingang der Stadt. Verwaltung stellt Pläne im Bezirksausschuss vor.

(abin/jün) „Seit gefühlt einem Jahr stehen fünf Warnbaken auf der Homberger Straße/ Ecke Waldfriedhof“, ärgert sich der Ratinger Thomas Billing.

„Die Homberger Straße ist eine der Hauptzufahrtsstraßen von Ratingen“, so Thomas Billing. Es sei kein schöner Anblick; außerdem stellten die Baken eine Gefahr für Radfahrer dar, wenn diese zur Hauptverkehrszeit die Baken umfahren müssen. „Für mich als Bürger sieht es so aus, dass die fehlenden 15 Meter weiße Linie einfach beim Abschluss der Baumaßnahme vergessen wurden und jetzt die Baken dauerhaft die Aufgabe der weißen Linie übernehmen.“

Und damit ist er nicht der Erste. Bereits im Juli 2020 kritisierte Bürger Siegfried Steinkühler die gefährliche Fahrbahnverengung „ohne dass sich irgendetwas tut oder ein Sinn erkennbar ist“, so der Ratinger damals.

Die Stadtverwaltung erklärte im Juli vergangenen Jahres: Die Einfädelsituation für den stadtauswärts fahrenden Radverkehr auf die Fahrbahn sei im Zuge der Deckensanierung im Sommer 2019 provisorisch geschaffen worden, um die Entwicklung des Verkehrs in diesem Bereich zu beobachten.

Hintergrund sei, dass der Radverkehr bis zu dieser Stelle „Am Waldfriedhof“ baulich von der Fahrbahn getrennt – überwiegend auf einem Radweg neben dem Bürgersteig – geführt wird. Im weiteren Verlauf der Homberger Straße sei der Bürgersteig jedoch für einige hundert Meter zu schmal, um einen kombinierten Fuß- und Radweg auszuweisen. Daher soll der Radverkehr an dieser Stelle auf einen entsprechend markierten Streifen auf die Fahrbahn geführt werden.

Bis heute hat sich an der Situation nichts geändert. Nun kündigt die Stadtverwaltung an: „Um die Situation für die einfahrenden Radfahrer zu verbessern und sicherer zu machen, hat das Planungsamt zwei Planvarianten erarbeitet, die eine sichere Abfahrt ohne Störung des Kfz-Verkehrs ermöglichen. In diesem Kontext wird auch die Haltestelle für den Bus in Fahrtrichtung stadtauswärts verbessert werden.“

Die Planungsergebnisse liegen seit einigen Monaten vor. Vor Umsetzung sollen sie dem Bezirksausschuss Mitte vorgestellt werden. Da dieser zuletzt coronabedingt zweimal ausgefallen ist oder nur mit einer verkürzten Tagesordnung getagt hat, konnten die Pläne noch nicht vorgestellt werden. „Solange stehen in der Homberger Straße die Baken, damit die Autofahrer auf die Situation aufmerksam gemacht werden und damit die Fahrradfahrer erst ein Stück weiter oben, hinter den Baken, auf die Straße fahren“, erklärt das Baudezernat.

„Nach der politischen Beratung wird dann in absehbarer Zeit das Vorhaben vom Tiefbauamt als kleinere Baumaßnahme umgesetzt, danach sind die Baken verschwunden“, so die Verwaltung.