Ratingen: Zum Tag der Städtebauförderung gab es zwei Spezialführungen durchs Rathaus. Bürger konnten die bereits fertiggestellten Trakte besichtigen.

Ratingen : Ein spezieller Einblick ins neue Rathaus

Das Ratinger Rathaus konnte von Bürgern bei zwei Spezialführungen zum Tag der Städtebauförderung besichtigt werden.

Die Dauerbaustelle Rathaus wird bald beendet sein. Nach der juristischen Auseinandersetzung um die monatelange Bauverzögerung durch den Generalunternehmer war der Bau für die Öffentlichkeit strikt gesperrt: Als kürzlich Politiker zu einer Besichtigung der Baustelle geladen waren, musste die Presse draußen bleiben. Nun aber geht der Bau in Teilen der Vollendung entgegen. Anlass für die Stadt, auch Bürgern die Gelegenheit zu geben, mal einen Blick in die neue Verwaltungszentrale zu werfen. Das stieß nach Angaben der Stadt auf „reges Interesse“.

Die Führung durchs Rathaus war dem Tag der Städtebauförderung geschuldet: Mehrere Stadtrundgänge führten zu den wichtigsten Stationen des „Integrierten Handlungskonzepts Ratingen-Innenstadt“ (Intek). Gleich zwei Sonderführungen widmeten sich dem Verwaltungsgebäude, um dessen Aussehen während der jahrelangen Planungen heftig gerungen worden war.

Führungsteilnehmer besichtigen auch den neuen Hochzeitsgarten

Unter anderem waren von mehreren Architekten auch Ladenzeilen im Erdgeschoss vorgeschlagen worden: Dort sollte großflächiger Einzelhandel angesiedelt werden. An solchen Flächen mangelt es bekanntlich in der historischen Altstadt. Man versprach sich unter anderem eine „Magnetwirkung“. Letztlich wird es aber nun ein reines Verwaltungsgebäude. Bei der Rathaus-Führung kamen die Teilnehmer auch am neuen Hochzeitsgarten am Standesamt vorbei, wo sich eine neue Blickachse vom zukünftigen Haupteingang des Standesamtes zum Rathausvorplatz erstreckt. Die Einfriedung des Hochzeitsgartens orientiert sich an der ehemaligen Rückfassade des Ostflügels des alten Rathauses und ist so dem historischen Innenhof nachgebildet. Durch eingelassene Stahlrahmen in der Wand werden verschiedene Durch- und Einblicke möglich. Die niedrigeren Rahmen erhalten eine Holzauflage und laden als Sitzgelegenheit zum Verweilen ein.

Ratingens Bürgermeister Klaus Pesch will mit dem Verwaltungsvorstand – bis auf den Technischen Beigeordneten Jochen Kral – in der ersten Juni-Hälfte bereits in das neue Rathaus einziehen. Pesch und sein Verwaltungsteam machen damit Platz für neue Kita-Räumlichkeiten im bisherigen Ersatz-Rathaus am ­Eutelis-Platz.

Mehr von Westdeutsche Zeitung