Ratingen: Stadt baut große Kreuzung in Ost um

Ratingen : Stadt plant Minikreisverkehr an der „Edeka-Kreuzung“

Der Ratsbeschluss aus dem Jahr 2016 ist bisher nicht umgesetzt worden. Jetzt haben sich die Pläne geändert.

Der lange versprochene Ausbau der „Edeka-Kreuzung“ Homberger Straße/ Balcke-Dürr-Alle/ Fester Straße soll endlich in Angriff genommen werden. Gegenüber den ursprünglichen Planungen wird es Änderungen geben: So ist beispielsweise ein Minikreisverkehr auf der Fester Straße geplant. Die Verwaltung hatte vor dem Umzug von Edeka Kels in die ehemalige Maschinenfabrik auf der anderen Straßenseite und vor dem Hintergrund des Ausbaus des Gewerbegebietes Bürgern und Politik zugesichert, dass die ohnehin hoffnungslos überlastete Kreuzung zur der Eröffnung fertig sein sollte. Doch bekanntlich ist noch nichts geschehen, Kels ist seit Juni 2017 am neuen Standort, die weitere Bebauung an der Balcke-Dürr-Allee schreitet sichtlich voran und wird für weitere Verkehre sorgen.

Die Ausfahrt vom Parkplatz
ist unübersichtlich

Vom Ratsbeschluss aus 2016, den wichtigen Knotenpunkt auszubauen, ist bislang nur eine Forderung umgesetzt worden: Vor dem Kindergarten an der Oststraße wurde die Straße zur Verkehrsberuhigung gepflastert. Zu den weiteren Punkten wollte die Verwaltung zunächst das Verkehrskonzept Ort abwarten. Dazu wurden neue Verkehrsuntersuchungen gemacht. Das Konzept liegt bekanntlich seit April vor und gab Anlass, die bisherigen Planungen neu zu überdenken. Besonders die Abbiegesituation von der Fester Straße auf die Homberger Straße bereitete den Planern Sorgen. Vom Tisch sind kombinierte Abbiege- und Geradeausspuren. Es soll nun drei separate Spuren geben: für Linksabbieger in die Homberger Straße, den Geradeausverkehr und nach rechts in die Homberger Straße in Richtung Mitte.

In diesem Zusammenhang soll auch der Bereich Fester Straße/ Einfahrt Einkaufszentrum/ Josef-Schappe-Straße komplett umgebaut werden: Ein Minikreisverkehr soll künftig für Ordnung sorgen. Die Ein- und Ausfahrt zur Ladenzeile liegt mitten in einer Kurve, ist unübersichtlich und sorgt ständig für kritische Situationen. Der Minikreisverkehr werde möglich, weil die Eigentümer anliegender Grundstücke bereit seien, benötigte Randstreifen für die Straßen zur Verfügung zu stellen, betonte die Verwaltung.

Auch an die Radfahrer wurde gedacht: Sie werden auf der Homberger Straße in Richtung Mitte von einem Schutzstreifen auf einen Radfahrstreifen bis zur Kreuzung geführt. Mehrere Varianten standen zur Wahl. Bei dieser Verkehrsführung seien Radfahrer deutlich zu erkennen, und auch dem Autofahrer werde deutlich signalisiert, wo mit Radlern zu rechnen sei. „Langfristig“ soll die Situation durch eine Verlängerung der Rechtsabbiegespur verbessert werden.

Der Bereich Dürr-Allee wird in einem ersten Bauabschnitt, der der in Kürze ausgeschrieben wird, ertüchtigt. Der Rest mit der geplanten Ampelanlage an dieser Stelle folgt erst nach Fertigstellung der DKV-Erweiterung an der Ostraße.

Das Projekt soll im Frühjahr 2020 ausgeschrieben und umgesetzt werden. Die Verwaltung schätzt die Gesamtbaukosten auf etwa zwei Millionen Euro.

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