1. NRW
  2. Kreis Mettmann
  3. Ratingen

Ratingen: Philosoph Peter Leitzen denkt nach über Garten(arbeit)

Ratingen : Der Garten als ein Ort des Rückzugs und des Glücks

Das nächste philosophische Abendcafé öffnet am 13. August in der Galerie Greens.

„Philosophie und Gartenglück – über die Suche nach einem guten Leben in der Zurückgezogenheit“: – das ist Peter Leitzens Thema in seinem philosophischen Abendcafé. Kann Philosophie sommerlicher sein? Leitzen lädt für Donnerstag, 13. August, 19 Uhr, in die Galerie Greens an der Homberger Straße 89 ein. Über seine Themen spricht er nun im Interview.

Welche Lektüre(n) ­empfehlen Sie vor und nach getaner Gartenarbeit?

Peter Leitzen: Wenn der Garten ein Ort des Rückzugs, der Ruhe, der philosophischen Reflexion und der Gespräche über grundsätzliche Fragen sein soll, dann kann jede Lektüre, die sich mit solchen Fragen auseinandersetzt, eine geeignete sein, die man sich vor oder nach getaner Gartenarbeit vornimmt. Weil Philosophie immer auch der Versuch ist, zu einem Selbst- und Weltverständnis zu kommen, könnte sich so der Satz bestätigen, dass der schönste Weg zu uns selbst durch den Garten führt.

Können Sie einen ­Glücksmoment, ein Erlebnis im eigenen Garten schildern?

Leitzen: Wenn ich in meinem Garten unter einem kleinen Bergahorn sitze und an einem meiner Vorträge für einen philosophischen Abend arbeite, bin ich glücklich.

Was bedeutet für Sie ­Kontemplation?

Leitzen: Kontemplation ist eine konzentrierte geistige Betrachtung. In der Philosophie ist das ganz treffend mit dem Begriff Theorie ­gekennzeichnet.

Was hat Sie auf das Thema Ihres nächsten philosophischen Cafés gebracht?

Leitzen: Die Corona-Pandemie hat dazu geführt, dass die Tradition der philosophischen Abend-Cafés unterbrochen wurde. Die Idee, philosophische Abende in Gärten stattfinden zu lassen, um die Corona-Regeln einhalten zu können, ist zunächst daraus entstanden. Inzwischen haben in Mülheim drei philosophische Abende in Gärten stattgefunden. Das Thema hat sich aber auch durch die Tatsache ergeben, dass es in der Geschichte der Philosophie eine Reihe von Bespielen für das Philosophieren in Gärten gibt.