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Ratingen: Laternen leuchten im Schaufenster

Ratingen : Schüler zeigen Laternen im Schaufenster

Martinszüge fallen in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie in Ratingen aus. Die Schüler der Astrid-Lindgren-Schule in West haben dennoch Laternen gebastelt und zeigen sie für alle sichtbar am Berliner Platz.

St. Martin reitet in diesem Corona-Herbst nicht. Ebenso wenig wird es Laternen-Umzüge geben. Dennoch will die Astrid-Lindgren-Schule in Ratingen West nicht auf die Martinstradition verzichten. Sie wird in diesem Jahr eben anders gelebt. Deshalb sind die im Unterricht gebastelteten Laternen nun im Schaufenster eines leerstehenden Ladens am Berliner Platz zu sehen – und abend ab 16.30 Uhr beleuchtet.

Das Martinsfest einfach ausfallen lassen – das kam für die Astrid-Lindgren-Schule an der Erfurter Straße nicht in Frage. Und so haben wie jedes Jahr die Kinder eifrig gebastelt: Die Maus aus der gleichnamigen Sendung, der Elefant Elmar und das Klassenmaskottchen standen Pate für die Laternen. Andere bemalten für ihre Exemplare Butterbrotpapier mit Weckmann, St. Martin und Laternen tragenden Kindern. Und im Sinne der Nachhaltigkeit entstanden Laternen im Blütendekor, die nach dem Martinsfest als Lampenschirm zu Hause eingesetzt werden können.

Rund 100 Laternen sind am Berliner Platz zu sehen. In diesem Raum stellt in Absprache mit der LEG normalerweise die ortsansässige Künsterlin Monika Sowa ihre Specksteinobjekte aus. Doch für die Laternenausstellung räumte sie gerne ihre Kunstwerke aus. So haben zum einen die Kinder die Möglichkeit, ihre Laternen außerhalb der Klassenzimmer zu zeigen. Zum anderen bringen die beleuchteten Laternen ein wenig Helligkeit in den Corona-Herbst. Bis Ende November wird es täglich bis in die Abendstunden hinein leuchten – dank einer installierten Zeitschaltuhr. Jeder ist eingeladen, ins Schaufenster zu blicken und sich daran zu erfreuen.

Doch nicht nur dort wird das Martinsfest zelebriert. Die Stadtteilkoordinatorin für West, Sabine Krebs, hat die Geschäftsleute in der Nachbarschaft angesprochen. Und 13 von ihnen zeigen Anfang November die Laternen die Kita-Kinder in ihren Schaufenstern. Acht Einrichtungen aus dem Stadtteil haben sich daran beteiligt.

Für die Astrid-Lindgren-Schule wird es zum Martinsfest nicht nur bei der Laternen-Ausstellung bleiben. In den einzelnen Klassen werden sie die Geschichte von Martin und dem Bettler lesen. Und gefüllte Martinstüten wird es auch geben. Das Fest zu Ehren des Heiligen kann man schließlich auf vielfältige Weise feiern, Hauptsache, so die Lehrerinnen, die Tradition lebt weiter, auch in Corona-Zeiten. Die Künsterin Monika Sowa freut sich, dass dies im Stadtteil Ratingen-West so kreativ umgesetzt wird.