Ratingen: Jetzt kann es losgehen: Stadt und Investor unterzeichneten Vertrag. Der Abriss des Hertie-Hauses steht bevor.

Ratingen : Der Wallhöfe-Vertrag ist unterzeichnet

Offene Wohn- und Geschäftsquartiere entstehen nach Abriss des ehemaligen Hertie-Gebäudes. Investor wendet 50 Millionen Euro auf. Fertigstellung des Areals ist für das Jahr 2021 geplant.

Die Tage des alten Hertie-Hauses sind gezählt. Der Vertrag des Investers mit der Stadt wurde unterschrieben, der Abriss soll bald losgehen. Anstelle des ehemaligen Kaufhauses sollen die Wallhöfe gebaut werden: Der Komplex besteht aus mehreren Gebäude mit Wohnungen und Einzelhandelsflächen. Sie sollen den neu gebauten Zentralen Omnibus-Bahnhof (ZOB) am Düsseldorfer Platz mit der Altstadt verbinden.

In der vergangenen Woche haben die Immobiliengesellschaft Ratingen Wallstraße mbH, eine eigens gegründete Tochter von Tecklenburg, und die Stadt Ratingen ihre Unterschriften unter den Kaufvertrag gesetzt. Der Projektgesellschaft auf Käuferseite stand die Düsseldorfer Anwaltssozietät Kapellmann und Partner beratend zur Seite.

Das Hertie-Haus steht kurz vor dem Abriss. Der ehemalige Warenhaus stammt aus dem Jahre 1978 und ist marode. Foto: Blazy, Achim (abz)

Auf dem Areal des leerstehenden Hertie-Gebäudes am Düsseldorfer Platz sowie auf dem angrenzenden städtischen Grundstück an der Wallstraße mit insgesamt rund 6 1000 Quadratmetern kann jetzt das geplante offene Wohn- und Geschäftsquartier unter dem Projektnamen WallHöfe mit insgesamt etwa 6500 qm Verkaufsfläche für Einzelhandel sowie rund 80 Mietwohnungen entstehen. Die Abbrucharbeiten sollen in diesem Monat beginnen, die Fertigstellung ist für Ende 2021 angesetzt.

Die Tecklenburg GmbH aus Straelen ist Generalübernehmer. Insgesamt werden in das Projekt laut Tecklenburg rund 50 Millionen Euro investiert.

Das Altgebäude, das meist leer stand in den vergangenen Jahren, wird samt Tiefgarage komplett abgerissen.

Dort schafft die Tecklenburg Projektentwicklungs GmbH aus Düsseldorf nach dem Planentwurf des Architekturbüros kadawittfeld aus Aachen eine offene Bauweise, die eine städtebauliche Verbindungsachse zwischen Fußgängerzone und ZOB schafft. Durch die kleinräumige Form der Wohnbebauung in den Obergeschossen hebe sich das Konzept deutlich von klassischen Geschäftshausentwickungen ab, so der Investor. „Das Quartier soll mit seinem ersten Eindruck ein natürlicher Teil der Innenstadt werden, in dem sich attraktiver Handel, modernes Wohnen und hohe Aufenthaltsqualität optimal verbinden“, heißt es weiter. Die Stadt erhofft sich ein neues „Stadttor“ am Rande der Altstadt. Als Ankermieter stehen Edeka Kels und Aldi bereits fest. Die koopmann projekte GmbH wird Konzeption und Vermietung der Handelsflächen übernehmen.

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