Ratingen: Ideen gesucht fürs Jugendkulturjahr

Ratingen : Die Jugend steht im Mittelpunkt

Kreative Ideen werden für das Jugendkulturjahr gesucht, das 2020 stattfinden wird.

 Im kommenden Jahr steht in Ratingen. Die Jugend im Mittelpunkt: Beim Jugendkulturjahr 2020 sollen Jugendliche bestehende und neue Projekte präsentieren. Intern wurde von Jugendrat und Jugendamt bereits in Jugendzentren und Schulen tüchtig die Werbetrommel gerührt, nun sollen Ideen gesammelt und vorgestellt werden. Am Mittwoch, 3. Juli, gibt es in der Stadthalle eine Auftaktveranstaltung: Jugendliche sind angesprochen, Ideen für neue und bestehende Projekte zu präsentieren und mit den Wegbereitern des Jugendkulturjahres ins Gespräch zu kommen. Am Dienstag stellten Vertreter des Jugendrates und der Stadt ihr Projekt vor.

Andrea Töpfer, Leiterin des Kulturamtes, kündigte bereits einige Projekte an, die von Jugendzentren und Museen erstellt wurden und beim „Kickoff“-Termin vorgestellt werden. Charlotte Fischer-Simon vom Jugendamt ermunterte Jugendliche, ihre Ideen einzubringen. Denn im Jugendkulturjahr gebe es finanzielle Unterstützung, „um sich weiter zu entwickeln“.

Kulturamt-Leiterin will auf die Initiative der Jugendlichen setzen

Eine Chance also für die in Ratingen bereits recht lebendige Jugendkultur. Das sei heute eine ganz andere Ausgangssituation als 2007, als erstmals eine solches Jugendkulturjahr veranstaltet wurde: „Ratingen ist in allen Landesprogrammen drin. Es gibt viele Angebote. Ich glaube, dass wir eine große Plattform haben werden.“ Sie setzt vor allem auf das Engagement der Jugendlichen: „Sie sollen sagen, das ist unser Jugendkulturjahr.“

So sehen es auch Maurice Schams und Pauline Kreutzer vom Jugendrat. Sie haben unter anderem bei den Schülervertretungen Werbung gemacht und hoffen auf rege Resonanz am 3. Juli. Das sei eine Chance, „den Jugendlichen eine Stimme“ zu geben“, so Schams. Es gehe darum, zu „zeigen, was es alles gibt“. Es gebe keine Vorgaben, betonte Pesch. Er hoffe auf eine Menge Ideen: „Mal schauen, was kommt.“ So werden Fair-Trade und die „Friday for Future“-Bewegung sicherlich eine Rolle spielen.

Die Startveranstaltung wird bewusst bunt gestaltet, mit Präsentationen, Graffiti, Mange, Poetry Slam, Musik und Workshops. Eine Projekt- und eine Lenkungsgruppe haben die Vorarbeit geleistet, jetzt sollen Vorschläge gesammelt werden: Jeder sei willkommen, so die Akteure, gerne auch mit „komischen Ideen“.

Einen Hashtag für die sozialen Medien gibt es schon (#JKJ2020), eine Webpräsenz noch nicht. Daran werde zur Zeit gearbeitet, so Töpfer. Zunächst werde es eine Unterseite bei der Ratinger-Internetseite geben, später solle eine externe Website dazukommen. Die Sozialen Medien sollen auch bedient werden. Wer mitmachen will, kann sich an die jeweiligen Schülervertretungen wenden, an den Jugendrat oder Andreas Mainka im Kulturamt: Alle sind informiert.

Schon die erste Beschäftigung mit dem Projekt führte zu neuen Erkenntnissen. „Wie viel Jugendkultur wir in Rtingen schon haben, ist mir erst jetzt bewusst geworden“, sagte Pauline Kreutzer. Sie findet es „total gut“, dass viele Jugendliche mitplanen können.

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