Aktionen in der Innenstadt Neues Format belebt das Genießerwochenende

Ratingen · Der erste Feierabendmarkt der Saison wurde begleitet von einem Abendessen unter freiem Himmel im Arkadenhof, dem Fischmarkt und einem verkaufsoffenen Sonntag.

 Beim Dinner im Arkadenhof kamen die Gäste in weißer Kleidung.

Beim Dinner im Arkadenhof kamen die Gäste in weißer Kleidung.

Foto: Achim Blazy (abz)

Pünktlich zum Beginn des Feierabendmarktes am Freitag hörte der bis dahin durchgehende Regen auf. Dirk Bongards, Chef der Ratingen Marketing GmbH und Veranstalter des Genießerwochenendes in der Ratinger Innenstadt war begeistert. „So kann das mit dem Wetter bitte weitergehen, kein Regen ist auch mal gut.“ Wie scheue Tiere nach einer langen Schlechtwetterperiode kamen dann auch rasch die ersten Stadtbewohner aus ihren Häusern und bevölkerten die rund um den Marktplatz aufgestellten Angebote unterschiedlicher Anbieter.

Von der Bratwurst bis zum Wein wurde alles angeboten, was das Herz des kommunikativen Gourmets höher schlagen lässt. Das Get-Together ist im Center des City-Lingers. Auf Deutsch: „Nichts macht mehr Spaß als nach Feierabend in der Stadt zusammenzustehen und zu quatschen“. Das taten die Menschen dann auch und setzten das am Samstag nach dem Wochenmarkttag auch ohne Feierabend fort. Hauptthema neben der Begutachtung der einzelnen Angebote war dabei das für den Abend avisierte „Dinner en Blanc“ dessen genauer Standort bis dahin ein gut gehütetes Geheimnis war. Gegen Nachmittag lüftete sich dann jedoch der Schleier und der Arkadenhof wurde als Treffpunkt bekannt gegeben.

Vereinzelte völlig in Weiß gekleidete Menschen lockerten umgehend das Stadtbild auf und strebten dem Ort des Abendessens entgegen. Dort angekommen wurden sie bereits von der Band „Las Polkers“ mit Musik und guter Laune empfangen. Die Sonne hatte sich mittlerweile durchgesetzt, und so füllte sich die Stadt bei angenehmen Temperaturen langsam, und an manchen Engstellen entstand sogar so etwas wie Gedränge. Wermutstropfen vieler Besucher war die geringe Anzahl an Sitzmöglichkeiten, was letztendlich der guten Laune aber keinen Abbruch tat.

Bewährtes wurde mit
Neuem gemischt

Viel trauriger ließ viele das Fehlen jeglicher Hintergrundbeschallung werden, die Musikfetzen aus dem Bürgerhaus und dem Schlüssel am Markt ersetzen in den Ohren vieler Besucher nicht die Untermalung eines solchen Events mit stimmungsvoller Hintergrundmusik. Für viele Besucher und Passanten war die Abwechslung dennoch hoch willkommen und neben alten Freundschaften, die gepflegt wurden, wurden auch viele neue geschlossen.

„Das Dinner im Arkadenhof ist eine schöne Idee, die mit Sicherheit für künftige Veranstaltungen noch optimiert werden wird“, so Dirk Bongards, „aber ein Anfang ist gemacht“. Bewährtes mit Neuem zu mischen weckt das Interesse der Besucher. Das war besonders gut aus den bequemen Positionen heraus zu beobachten, die die lokalen Gastronomen mit ihren Tischen und Stühlen rund um das Geschehen anbieten. Und wer unbedingt eine Spiralkartoffel oder ein besonderes Weinchen verkosten wollte, der brachte sich das einfach selbst an den Tisch. Fast wie beim „Dinner en Blanc“, nur ohne „Blanc“.

Sonntag am Genießerwochenende ist traditionell Fisch-Tag, und so präsentierten Händler und Gastronomen auf dem Rathausplatz alles Mögliche aus Fluss und Meer. Ein roter Teppich verband an diesem Tag auch wieder beide Plätze miteinander und zumindest der Rathausplatz wurde mit stimmungsvoller Ambientemusik und kurzweiligen Live-Musikeinlagen gut angenommen.

Durch den Einzelhandel mit einem verkaufsoffenen Sonntag unterstützt, war der Tag bei angenehmem Sonnenschein, kurzweiligem Rahmenprogramm und guter Laune schneller vorbei als so manchem lieb war. Aber der drohende Montag erinnert auch an ein altes Sprichwort: „Nach dem Genießerwochenende ist vor dem Genießerwochenende.“

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