Ratingen Die "Gabel" im Haus Messer wird zwei Jahre alt

Gastronomie : „Die Gabel“ baut ihr Angebot aus

Der Ratinger Integrationsbetrieb wird von der Neander-Diakonie geführt – mit Erfolg.

Noch nicht einmal zwei Jahre hat es gedauert, bis sich die „Gabel“ im Haus Lintorfer Straße 14 als Bistro, Café und Treffpunkt erfolgreich etabliert hat. Der Name kommt vom Besteck, und da gibt’s schließlich auch ein Messer – der Nachname der Familie, die hier über Jahrzehnte ein Geschäft betrieben hat. Jetzt ist der Träger der Restauration die Diakonie im Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann.

Das Obergeschoss kann
für Feste gemietet werden

Unter der Leitung von Heike Meuser wird manches probiert, Bestehendes ausgebaut. So gibt es ab 9.30 Uhr Frühstück, geht es fließend in das Mittagsgeschäft (Menüs von 12 bis 14 Uhr) über, ist donnerstags und freitags bis 19 Uhr, an den anderen Tagen bis 17 Uhr geöffnet, gibt es nachmittags Kuchen. Zur Eröffnung der „Gabel“ gab es noch keinen Alkohol – jetzt aber sind auch Weiß- und Rotwein, Schorle, Sekt und Bier im Angebot. Hin und wieder lockt ein unterhaltsames Programm und wer sich zu einem Fest (ab zehn Personen) treffen möchte, kann das Obergeschoss mieten und ein Drei-Gänge-Menü zu 39 Euro pro Person bestellen.

Nach wie vor gilt ein Grundsatz: „Menschen mit Behinderung, Menschen ohne Beschäftigung sowie Flüchtlinge bekommen in der ‚Gabel‘ durch ihre Mitarbeit die Gelegenheit zu gleichberechtigter beruflicher Teilhabe“, schreibt die NeanderDiakonie, Trägerin der Einrichtung. Das Projekt geht zurück auf eine Initiative der USB-Stiftung, die nicht nur Konzerte in Ratingen veranstaltet, sondern nun auch den Integrationsbetrieb langfristig unterstützt. Wer keine Zeit hat, sich im angenehmen Ambiente zum gemütlichen Schmausen niederzulassen, kann in einem Pfandglas eine Suppe, einen Salat oder eine Portion Nudeln erwerben und mitnehmen. Es gibt außer dem Bistro auch eine Verkaufsfläche, wo man Produkte erwerben kann, die bei Projekten für Berufs- und Beschäftigungsförderung der Diakonie hergestellt worden sind. Dazu gehören Marmeladen, Müslisorten und Eingemachtes nach Saison. Selbst Dekorationsartikel und Kleinmobiliar sind zu erwerben – entweder direkt aus der Ausstellung oder nach Katalog.

Ratinger oder auswärtige Gäste können die „Gabel“ also zum Speisen, zum Kaufen und auch noch zum Treffen besuchen. Im Obergeschoss werden Räumlichkeiten für Meetings, Seminare, Schulungen und zum Beispiel Essen von Firmen vermietet. Das kann inzwischen in größerem Umfang geschehen und mit Heike Meuser unter der Rufnummer 02102/70 64 303 verabredet werden. Gruppen sind von 40 bis über 80 Personen möglich.

Bei den köstlichen Angeboten versucht die „Gabel“, regionale und jahreszeitlich angemessene Leckereien auf den Tisch zu bringen und trachtet die Website danach, alle diese köstlichen Sachen auch noch mit fröhlichen Bezeichnungen zu beschreiben. Es gibt Stullen und gespiegelte Eier, Suppen-Kasper für Suppenfreunde, Gabelstapler auf der Basis von Burger oder Veggie-Patties, Blechkuchen und Bratapfel.

Und es gibt außer Servietten und Gabeln natürlich auch noch Messer und Löffel.

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