Ratingen : Sanierungsbedürftiger Radweg soll erneuert werden

Die Maßnahme an der Knittkuhler Straße soll noch dieses Jahr beginnen. Der Zustand ist gefährlich für Radler.

Da hat das Thema Schwung aufgenommen und die Politik hat vor den Sommerferien noch einmal aufs Tempo gedrückt. „Ich freue mich, dass die CDU-Fraktion mit ihrer Initiative so stark Druck gemacht hat, dass der Radweg K 10 noch in diesem Jahr außerplanmäßig saniert wird“, erklären Gerd Lüngen, CDU-Kreistagsabgeordneter, und CDU-Fraktionsvize Gerold Fahr. Über diese Sanierung informierte Landrat Thomas Hendele (CDU) ganz aktuell die Initiatoren.

Der Radweg zwischen der Neanderstraße und Düsseldorf-Knittkuhl ist in einem schlechten Oberflächenzustand und wird durch Einwuchs verengt. Von Knittkuhl kommend, wird er wegen des starken Gefälles mit höherer Geschwindigkeit befahren, was den Zustand auch gefährlich für die Nutzer macht. Deshalb hatte die CDU-Fraktion im Frühjahr einen abgestimmten Sanierungsantrag sowohl in den Ratinger politischen Gremien als auch im Kreistag gestellt.

Damit wird ein Gefahrenpunkt zeitnah beseitigt. Dies ist ein guter Beitrag in Richtung ,Fahrradfreundliche Stadt’ und ein bemerkenswerter Erfolg für die CDU-Fraktionen“, findet Lüngen. „Die gemeinsame Aktivität für Ratingen führt dazu, dass der aus Verbundsteinen der 70er-Jahre bestehende schadhafte Radweg mit einer nutzerfreundlichen Teerdecke versehen wird und mindestens wieder seine ursprünglich nutzbare Breite erreichen wird“, ergänzt Fahr.

Auf dem Radweg an der Knittkuhler Straße muss man jedenfalls höllisch aufpassen. Ein Bürger hat seine Erfahrungen gemacht – und es sind sehr unerfreuliche. Seine Frau sei auf diesem Radweg Ende 2016 schwer gestürzt. Sie war deshalb ein ganzes Jahr lang in Behandlung und krankgeschrieben und kann ihren Arm auch heute nicht in vollständigem Umfang bewegen. Die Stadt Düsseldorf habe ihre Hausaufgaben bereits gemacht und diese Gefahrenstelle durch einen neuen Radweg behoben.

Er betonte: „Ich lese immer wieder, dass Ratingen eine fahrradfreundliche Stadt ist oder sein möchte. Diese Information steht sogar auf Schildern an einigen Ortseingängen. Unter einer fahrradfreundlichen Stadt verstehe ich aber auch, dass nicht nur neue Radwege gebaut werden, sondern dass die Bestehenden auch befahrbar sind. Es ist natürlich immer prestigeträchtiger, neue Radwege zu eröffnen. Aber Sicherheit geht meiner Meinung nach vor.“ Nun tut sich also was.

Anderes Beispiel: An der K 19/Kahlenbergsweg war die CDU-Fraktion nach einer Initiative von CDU-Ratsherr Jörg Maaßhoff ähnlich vorgegangen. Dort hat man seitens des Kreises bereits mit den Vorarbeiten begonnen. Damit soll die Verbindung zwischen Breitscheid und Lintorf künftig ebenfalls für Radfahrer angenehmer und weniger gefährlich werden. Ein Projekt zwischen Ratingen-Mitte und Lintorf steht noch aus: Dort versucht Bürgermeister Klaus Pesch, zusammen mit Straßen NRW einen Weg zu finden, den alten Radweg auf der Westseite der Straße zu erneuern. Auch dort gab es Unfälle.

Mehr von Westdeutsche Zeitung