Ratingen : Radinfrastruktur soll von Bürgern gepflegt werden

Ratingen : Radinfrastruktur soll von Bürgern gepflegt werden

Bürger Union will interessierte Freiwillige suchen lassen. System soll sich verbessern.

. Die Fraktion der Bürger Union (BU) will mittels geeigneter Öffentlichkeitsarbeit interessierte Freiwillige suchen lassen, die für die Ratinger Ortsteile eine ehrenamtliche Kontrolle der jeweiligen Radinfrastruktur, insbesondere auch der Beschilderung übernehmen.

In der Begründung eines Antrages heißt es: „In zahlreichen Gesprächen mit Bürgern wurde deutlich, dass nicht nur der Ausbau von Radwegen weit hinter den Erwartungen zurückhängt, es wird auch der mangelhafte Pflegezustand der Radwege sowie der Beschilderung vollkommen zurecht moniert.“ Die Stadt Heiligenhaus habe bereits vor sieben Jahren einen ehrenamtlichen Fahrradscout gewinnen können, der seither wertvolle Arbeit leiste.

Der Fahrradscout meldet Schäden und verrichtet kleine Arbeiten

Verschmutzte Schilder würden gereinigt, fehlende oder defekte Beschilderungen der Verwaltung gemeldet, andere Problemstellen wie mangelhafte Radwege oder defekte Beleuchtung protokolliert und zeitnah an die zuständige Fachverwaltung weitergeleitet. Die Erfahrungen seien, wie man von Seiten des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) berichtete, durchweg positiv.

Die Fraktion der BU ist davon überzeugt, dass sich ein solches System von Fahrradscouts, die die Verwaltung bei den beschriebenen Maßnahmen unterstützen, sinnvoll ist. Bei der Umsetzung werde der örtliche Fahrrad-Club sicherlich gerne unterstützend mitwirken.

Auch die CDU-Fraktion drückt bei diesem Thema aufs Tempo: Unlängst radelte man gemeinsam mit dem ADFC bestimmte Stellen ab und diskutierte mit Fachleuten über entsprechende Maßnahmen. Die Rundfahrt führte über die Lintorfer Straße durch die Innenstadt bis Düsseldorfer Straße und weiter über den Europaring, die L 239, SAP-Platz, Balcke-Dürr-Allee, Bruchstraße bis zum Haus der Gastlichkeit.

„Deutlich dabei wurde, dass es Probleme in Kreuzungsbereichen gibt, so im Gegenverkehr von Einbahnstraßen, mit zugeparkten Radwegen, es gibt Wurzelschäden auf dem Radweg in Höhe Feuerwache/Esprit“, betonte Gerd Lüngen, CDU-Kreistagsabgeordneter, „Lösungen wären qualitative Verbesserungen vorhandener Radwegoberflächen, die Errichtung einer Nord-Süd-Achse und Kontrollen des Ordnungsdienstes sowie die Herstellung von überdachten Radparkplätzen“, führte Lüngen aus. Red/kle

Mehr von Westdeutsche Zeitung