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Naturbühne: Hannah Rühl schlüpft in die Rolle der starken Pippilotta

Naturbühne: Hannah Rühl schlüpft in die Rolle der starken Pippilotta

Die Schauspielerin, die in der Saison 2013 den „Michel aus Lönneberga“ verkörperte, ist die neue Pippi Langstrumpf auf der Naturbühne Blauer See in Ratingen.

Ratingen. Wilde Verfolgungsfahrten, Klamauk und viel Action: Wenn am Pfingstsonntag „Pippi Langstrumpf“ auf der Naturbühne am Blauen See Premiere feiert, gibt es zwei Stunden Freilufttheater vom Feinsten. Das verspricht Regisseur Ralph Reiniger, der mit seiner achtköpfigen Truppe von Theater Concept gerade noch an den Details feilt.

Allein schon die Requisiten lassen erahnen, dass diese Pippi-Aufführung anders sein wird als alle bisherigen: Neben einem quietschgelben Trabi-Cabrio stehen derzeit noch mehrere betagte Autos neben der Naturbühne für ihren Einsatz bereit. Besonders ins Auge fällt der riesige, rot-weiße — „nein, das soll jetzt noch nicht verraten werden“, bittet Reiniger.

Die „Hoppetosse“ werde ebenfalls in See stechen, und auch der Ratinger Bauer Georg Frohnhoff ist wieder mit einem Pferd dabei — Pippi braucht schließlich ihren „kleinen Onkel“. „Das wär’s dann aber mit Tieren“, sagt der Regisseur.

Die Hauptrolle übernimmt der „Michel“ aus der vorigen Spielzeit: Hannah Rühl (24). Ihr scheint die Rolle auf den Leib geschneidert zu sein. „Ich freue mich besonders auf die ganze Action.“ Reiniger setzt bei der Rollenbesetzung auf sein bewährtes Team. Es habe zwar noch ein Casting gegeben, doch da sei nichts bei herumgekommen.

Erzählt wird die Urfassung der Geschichte des Mädchens mit den roten Riesenzöpfen — wie Pippi zur Villa Kunterbunt kam. „Das haben wir zuletzt 2007 gespielt. Im aktuellen Stück stecken aber viele neue Ideen“, sagt Reiniger.

In der kommenden Woche beginnt der Aufbau der Kulissen. Auf der Naturbühne entsteht ein kleines schwedisches Dorf mit mehreren Häusern, einer Kirche und der „größten Villa aller Zeiten“. Mit Grauen erinnert sich die Truppe ans Vorjahr, als die Bühnenbildner im Schnee ihre Arbeit begonnen hatten und fast alle Proben verregnet waren.

Da der Vertrag am Blauen See noch bis 2017 läuft, wurde auch die Infrastruktur aufgebessert: neuer Boden auf der Bühne, Tribüne und Toiletten „aufgehübscht“.