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Mesdames Musicales in der Wasserburg Haus zum Haus

Kulturstiftung Ratingen : Drei Schwestern singen von der Liebe

Ein Schwesterntrio zeigt musikalisch und stimmlich in der Wasserburg Haus zum Haus die ganze Bandbreite seines Könnens. Mit ermutigenden Worten schickten die Künstlerinnen ihr Publikum auf den Heimweg.

(Red) Unter dem Titel „Toujours l´Amour“ präsentierten die Schwestern Jana (Gesang) und Pauline Gropp, (Gesang und Klavier) mit Sarah Bergé, (Violine) ein schwungvolles, abwechslungsreiches Programm über die Liebe, nicht nur zwischen Mann und Frau, auch die zur Mutter, unter Schwestern, zu den Nachbarn und auch zu sich selbst – „Ich gehöre nur mir!“ aus Elisabeth.

Zum Auftakt „Pro una cabeza“ für Violine und Klavier, ein bekannter Tango, dem Symbol der Leidenschaft. Im Kontrast dazu folgte, warmherzig vorgetragen von Jana Gropp die Briefarie „Dearest Mama“, bevor sie als Eliza aus“ My fair Lady“ am liebsten die ganze Nacht getanzt hätte. „So in love“ erklang aus Porters „Kiss me Kate“, und von der Liebe zum christlichen Glauben erzählte „Nella Fantasia“ aus dem Film Mission. Mitreißend komödiantisch und mit höchsten Koloraturen verkörperte die Sopranistin „The Girl in 14 G“, die Geschichte des Mädchens, das glaubte, in eine ruhige Wohnung gezogen zu sein, stattdessen von musizierenden Nachbarn umgeben war, sie aber trotzdem zu lieben lernte.

Mit instrumentalen Werken zeigten Pauline Gropp und Sarah Bergé weitere Facetten ihres Könnens, mit Bearbeitung für Klavier und Violine mit dem akzentuierten virtuosen „Ungarischen Tanz Nr.5“ von Johannes Brahms und Rachmaninoffs „Vocalise“. Sarah Bergé zeigte ihre Virtuosität auf der Violine mit Libertango“ von Piazzolla und dem mitreißenden „Csárdás“ von Vittoria Monti.

Als Trio drehten die drei Damen so richtig auf und versetzten das Publikum in ausgelassene Stimmung. Mit einer anrührenden Komposition von Pauline Gropp über die Verbundenheit mit ihrer Schwester endete dieser gefühlvolle Abend von „Mesdames Musicales“, die nicht nur großartige Musikerinnen sind, sie haben auch alle drei Medizin studiert, und haben damit nicht nur in ihrem Repertoire, sondern auch in ihrem Leben eine große Bandbreite.

Mit dem ermutigenden „You raise me up“ – „Du baust mich auf“ von Rolf Lovland schickten die drei Power-Frauen das Publikum auf den Heimweg durch die Burg, die wie alle Baudenkmäler in diesem Land zur Zeit im Dunkeln liegt.