Handball: Für Unitas zählt nur ein Erfolg

Handball : Für Unitas zählt nur ein Erfolg

Der Handball-Oberligist ist Tabellenführer und gegen Neukirchen auch der Favorit. Trainer Kai Müller warnt dennoch.

Während die meisten anderen Mannshaften derzeit der deutschen Auswahl bei der Handball-WM die Daumen drücken oder sich selbst auf die bevorstehende Rückrunde der Saison 2018/2019 vorbereiten, ist die DJK Unitas Haan bereits am Wochenende in einem Oberliga-Pflichtspiel gefordert. Das Team von Trainer Kai Müller erwartet den SV Neukirchen zum Nachholspiel in der Sporthalle Adlerstraße – zur ungewohnten Anwurfzeit am Sonntag um 16.30 Uhr. „Die Gäste fragten bereits im Sommer, ob das Spiel verlegt werden kann. Wir stimmten dem zu. Aufgrund der WM war es nur recht schwierig, einen Termin zu finden“, berichtet Müller, der mit dem Sonntag nicht richtig glücklich ist.

Ein Sieg würde für die Haaner die Spitzenposition festigen

Die Partie ist gleichzeitig das letzte Spiel in der Hinrunde der laufenden Saison. Durch einen Sieg würden die Haaner ihre Spitzenpositon festigen und ein kleines Polster zwischen sich und die Verfolger legen. Derzeit liegt die Unitas mit 20:4 Zählern knapp vor Mettmann-Sport und der HG Remscheid (beide 20:6).

Dabei geht der Tabellenführer gegen Neukirchen (Zwölfter/8:16 Zähler) als klarer Favorit in die Partie. „Wir haben ein Heimspiel und auch mit Blick auf die Tabelle scheinen die Rollen klar verteilt zu sein. Dennoch sind wir gewarnt“, sagt Müller, der jedoch gleichzeitig warnt: „Keine Mannschaft hat einen Rhythmus. Die Automatismen müssen bei allen erst wieder greifen.“

Während die Gastgeber die mit großem Abstand beste Abwehr der Liga aufweisen (nur 291 Gegentreffer), stellt der SV Neukirchen den harmlosesten Angriff (304). Dabei haben die Gäste in Phillipp Reich den viertbesten Oberliga-Torjäger und in André Brehmer einen nervenstarken Siebenmeterschützen in ihren Reihen.Unterschätzen darf Unitas ihren Kontrahenten auf keinen Fall – zumal die Gäste im letzten Spiel des Jahres 2018 bei der HG Remscheid lange mithielten und am Ende nur knapp mit 26:28 den Kürzeren zogen. Trotzdem ist die Unitas unter dem Strich in Zugzwang und sie muss die Partie gewinnen, um dem eigenen Anspruch weiter gerecht zu werden. Die Abwehr soll dabei gegen Neukirchen erneut der Schlüssel zum Sieg sein. Müller: „Hinten wollen wir gut arbeiten, um über Tempo zu unseren Toren zu kommen.“ Der Coach freut sich auf einen Rückkehrer: Moritz Blau trainiert seit Dezember mit der Mannschaft und wird am Sonntag sein Comeback gegeben. Dagegen ist der Einsatz von Philipp Schmalbuch fraglich (Verdacht auf Bandscheibenvorfall).

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