Rathaus : Fünf neue Amtsleiter müssen her

Rathaus : Fünf neue Amtsleiter müssen her

Bürgermeister Pesch muss in der mittleren Führungsebene fünf Stellen neu besetzen. Dagmar Niederlein sagt dem Jugendamt Ade.

Es sind äußerst schwierige Tage für Bürgermeister Klaus Konrad Pesch, der sich neben diversen Stadt-Projekten vor allem um personelle Dinge kümmern muss. Grund: Auf der mittleren Führungsetage werden kurz- und mittelfristig wichtige Stühle frei.

Wie der Verwaltungschef erklärte, wird Dagmar Niederlein, die bisherige Leiterin des Jugendamtes, nach Düsseldorf wechseln. Die Nachricht von ihrem Weggang ist noch ganz frisch und sorgt innerhalb des Verwaltungsvorstandes für deutliches Unbehagen: Niederleins Weggang ist ein schwerer Verlust, sie verantwortet einen großen und vor allem sensiblen Bereich, der viel Fingerspitzengefühl und Erfahrung benötigt. Der Wechsel nach Düsseldorf soll für sie der nächste Karriereschritt sein.

Auch fürs Ordnungsamt
wird ein neuer Chef gesucht

André Dietze, der bisher für die Leitung des Ordnungsamtes zuständig war, möchte ins Bürgeramt wechseln. Also muss man fürs Ordnungsamt einen neuen Chef suchen. Jörg Arndt, der Leiter des Amtes für Schulverwaltung und Sport, hört im April 2019 aus Altersgründen auf. Seit längerem sucht man für das Amt für Stadtplanung eine neue Leitung – bisher vergeblich. Nun will man die Stelle organisatorisch neu zuschneiden und im kommenden Jahr eine weiteren Bewerbungsanlauf nehmen.

Und dann ist da noch die Stelle des Amtes für Kommunale Dienste: Wie zu erfahren war, hat man im nicht-öffentlichen Teil des Rates über die Trennung von Frank Licht gesprochen, der erst im vergangenen Jahr das Amt von Manfred Fiene übernommen hat. Über die Gründe der Trennung wurde offiziell nichts bekannt. Die Stadt hat mittlerweile den Vorgang bestätigt.

Pesch betont im RP-Gespräch, dass es auf der mittleren Führungsebene einen großen Umbruch geben werde. Das Problem: Die Leitungsstellen können nicht innerhalb kurzer Zeit besetzt werden. Der Fall des Planungsamtes zeigt, wie schwierig es ist, entsprechende Kandidaten zu finden, die zum Stellenprofil passen und den Job auch wirklich haben wollen.

In einem Fall war es so, dass man sich schon einig war, die Person aber dann doch abgesagt hat. Jochen Kral, der Technische Beigeordnete, muss seit langer Zeit ohne diese Schlüsselstelle auskommen. Er hat viele Projekte vor der Brust, besonders wichtig ist das Verkehrskonzept für Ratingen Ost, auf das viele Menschen im Stadtteil warten. Dort entstehen der DKV-Erweiterungsbau und das Schwarzbach-Quartier. Der Verkehr wird dort also weiter zunehmen.

Dass demnächst mehrere Leitungsstellen unbesetzt sein werden, erhöht den Druck auf den Verwaltungsvorstand, der im planungstechnischen Bereich (Bau- und Verkehrsprojekte) und im sozialen Bereich (Kita-Plätze) vor großen Herausforderungen steht.

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