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Fliedner Krankenhaus: CDU fürchtet Verkehrschaos

Fliedner Krankenhaus: CDU fürchtet Verkehrschaos

Die Partei hat Sorge, der Stellplatzausbau der Fliedner-Klinik könnte die ohnehin bereits angespannte Verkehrssituation weiter verschärfen.

Lintorf. Die geplante Erweiterung des Fliedner-Krankenhauses in Lintorf stößt nicht überall auf Begeisterung. Der Widerstand bezieht sich dabei weniger auf medizinische als vielmehr auf verkehrliche Aspekte. Viele Lintorfer fragen sich, wie sich der Bereich rund um das Gelände des Fliedner-Krankenhauses am Thunesweg entwickelt.

Der Bauaufsicht der Stadt liegen eine Bauvoranfrage und zwei Bauanträge zum Fliedner-Krankenhaus vor: Geplant ist die Errichtung eines zweigeschossigen Gebäudes für eine Jugendtherapie — analog zu dem 2007 errichteten Gebäude für Demenzpatienten.

Darüber hinaus ist der interne Umbau der Stationsgebäude beabsichtigt sowie die Errichtung eines neuen Parkplatzes mit 30 Stellplätzen. Der soll die befristet genehmigte provisorische Parkplatzanlage nördlich des Krankenhausgrundstückes ersetzen, die von der Anliegerstraße Am Eichförstchen erschlossen ist.

Die auf dem Krankenhausgrundstück vorhandenen 80 Stellplätze decken laut Planungsamt den erforderlichen Bedarf schon mehr als ab — vorgeschrieben wären nur rund 60 Stellplätze. Bei der geplanten Anlage handele es sich daher um zusätzliche Stellplätze. Künftig würden auf dem Gelände also 110 Parkplätze vorhanden sein. „Eine Erhöhung des Parkdrucks durch den Wegfall der provisorischen Stellplatzanlage wird dadurch vermieden“, sieht das Planungsamt die Lage.

Das sehen Anwohner im Umfeld anders: Sie erleben häufig, dass nicht nur der Thunesweg, sondern auch die angrenzenden Anliegerstraße zugeparkt werden. Und mit dem Bau der Jugendpsychiatrie befürchten vielen eine weitere Zunahme des (Besuchs-)Verkehrs.

Die Lintorfer CDU macht sich Sorgen um die Verkehrsströme im Umfeld und fragt nach Möglichkeiten, die schon seit langem problematische verkehrliche Situation zu steuern. „Die Anlieger beklagen schon seit Jahren die unbefriedigende Zu- und Abfahrtssituation sowie die Stellplatzproblematik. Die engen Straßen des dortigen Wohngebietes sowie der schlechte Zustand des Thuneswegs tragen ihrerseits zur Verschärfung des Problems bei“, schreibt Ratsmitglied Patrick Anders.

Nach Ansicht des örtlichen CDU-Vorsitzenden könnte mittel- und langfristig eine Erschließung des Fliedner-Geländes über die Kalkumer Straße Abhilfe schaffen. Die CDU beantragt deshalb, dass die Verwaltung in einer Vorlage kurzfristig darstellen soll, welche städtebaulichen und juristischen Mittel zur Steuerung der verkehrlichen Situation zur Verfügung stehen. „Wir begrüßen die wertvolle Arbeit, die täglich in den Einrichtungen des Fliedner-Krankenhauses geleistet wird.“

Deshalb wende man sich nicht gegen bauliche Erweiterungen. Vielmehr strebe man eine für Mitarbeiter, Anwohner, Patienten und deren Angehörige auf lange Sicht akzeptable, ausreichende Erschließung des Geländes an, sagt Anders.