Ratingen : FDP kritisiert neue Tiefgarage im Rathaus

Fehlende Schilder sind der Ratinger Fraktion ein Dorn im Auge. Zudem stehen die Parkautomaten an schwer einsehbaren Stellen. Auch der Datenschutz im Parkhaus stand beim Rat zur Diskussion.

Das neue Rathaus ist so gut wie fertig. Und doch ist das millionenschwere Projekt noch ein Thema im Rat. Man denke nur an die Tiefgarage. Hannelore Hanning, die FDP-Fraktionsvorsitzende, berichtete jetzt im Stadtparlament, dass es überhaupt eine Hinweise darauf gebe, wo man sein Parkticket bezahlen kann. Man müsse suchen. Eine lästige Geschichte, urteilte die Politikerin. Vorallem, da die Kassenautomaten an schwer einsehbaren Stellen stehen.

Schilder sollen demnächst den Weg weisen. Dass die Kennzeichen der parkenden Fahrzeuge auf dem Parkticket erfasst werden, war ebenfalls ein Diskussionspunkt. Jochen Kral, der Technische Beigeordnete, sah darin aber kein datenschutzrechtliches Problem.

Tiefgarage wurde rechtzeitig vor dem Weihnachtsgeschäft fertig

Die Tiefgarage unter dem Rathausvorplatz steht seit zwei Wochen mit 84 öffentlichen Stellplätzen zur Verfügung. „Es war unser Ziel, die Tiefgarage rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft im Einzelhandel zu öffnen“, sagte Bürgermeister Klaus Pesch. „Ich danke dem Baudezernenten Jochen Kral und seinem Team, dass das trotz einiger Widrigkeiten sogar deutlich vor Beginn des Weihnachtsmarktes geklappt hat.“

Wer die Tiefgarage vor Abriss des alten Rathauses kannte, wird das eine oder andere wiederfinden. Denn die Umrisse sind gleich geblieben, auch die alten Stützpfeiler stehen noch, natürlich saniert. Aus Kostengründen war seinerzeit auf eine Erweiterung und den Bau einer neuen Tiefgarage verzichtet worden.

Doch wie in allen Bereichen, in denen die alte Gebäudesubstanz saniert wurde, bereitete auch die Tiefgarage eine Reihe von Problemen. So musste die Decke verstärkt werden, um eine ausreichende Tragfähigkeit zu gewährleisten (diese war früher nicht gegeben). Das führte dazu, dass in einigen Bereichen der Tiefgarage die lichte Höhe sank.

In der Folge musste die zulässige Fahrzeughöhe grundsätzlich auf 1,90 Meter beschränkt werden. Sechs Stellplätze liegen zudem in einem Bereich, in dem die Ausweisung öffentlicher Stellplätze nicht zulässig ist. Dies führe jedoch zu keinem Verlust, so die Stadt. „Es war ohnehin geplant, eine entsprechende Anzahl von Stellplätzen für die Verwaltung zu reservieren, also haben wir das einfach in diesem niedrigeren Bereich gemacht“, meinte Kral. Die betroffenen städtischen Verwaltungsmitarbeiter können entsprechend eingewiesen werden.

Außer den Umrissen und den Pfeilern erinnert jedoch nichts mehr an die marode „Tropfsteinhöhle“ von früher.

Die Tiefgarage ist nun modern und hat barrierefreien Zugang

Entstanden ist eine moderne, helle Tiefgarage mit einem direkten barrierefreien Zugang ins Rathaus. Es gibt auch öffentliche Stellplätze für Motorräder und einen Fahrradraum für städtische Mitarbeiter.

Die Parkgebühren in der Rathaustiefgarage sind moderat wie in allen städtischen Parkhäusern: Die erste Stunde ist frei, danach kostet die Stunde 1,40 Euro. An den ersten Tagen konnte nur mit Bargeld gezahlt werden, aber es sollte letztlich auch Kartenzahlung möglich sein.

Jetzt fehlen also nur noch die Hinweise auf den Kassenautomaten. Die Rathaus-Tiefgarage ist, analog zur Garage am Medienzentrum, montags bis samstags von 7 bis 22 Uhr geöffnet, sonntags von 8 bis 21 Uhr (an den Adventssonntagen bis 22 Uhr).

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