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Edel-Kindergarten schließt große Versorgungslücke

Edel-Kindergarten schließt große Versorgungslücke

Caritas übernimmt in Ratingen Trägerschaft über 2,5 Millionen Euro teuren Neubau.

Ratingen. Drinnen riecht es noch etwas nach Farbe, im Außenbereich wird noch kräftig gewerkelt, aber das wird die 22 Kinder bestimmt nicht stören, die am Dienstag als erste den nagelneuen Kindergarten an der Schützenstraße in Beschlag nehmen werden. Am Montag hat Bürgermeister Harald Birkenkamp den schmucken, 2,5 Millionen teuren Neubau an den Caritasverband als Träger der Einrichtung übergeben.

Helle und großzügige Räume, Top-Ausstattung mit Maßeinbauten, dezente Farben. „Schick, aber dennoch kindgerecht“, sagte Caritas Bereichsleiter Klaus Faulhaber-Birghan. Gerade die Farbgestaltung sei eben nicht „knallbunt, sondern reizreduziert.“

„In so einen Kindergarten wäre ich auch gerne gegangen“, bekannte Birkenkamp. Für ihn ist die neue Einrichtung nicht nur ein Aufstocken der Versorgungsquote, sondern auch ein Standortfaktor. „Wenn Firmen Interesse an Ratingen haben, wird immer die Standardfrage nach der Kindergartensituation gestellt. Dann ist die erste Hürde schon überwunden.“

Wenn ab Sommer alle vier Gruppen mit insgesamt 75 Kindern voll belegt sind, klettert die U 3-Versorgungsquote in Ratingen von derzeit 51,7 auf 57 Prozent — einschließlich 280 Plätzen in der Tagespflege. Allein in der neuen Kita finden 22 Unterdreijährige einen Platz. Als nächste wird im Januar 2015 die im Calor-Carree eröffnet — ebenfalls viergruppig. Die Einrichtung Felderhof steht noch in den Sternen.

Für die Caritas als Träger ist der Neubau die sechste Einrichtung, die sie im Kreis betreibt. Die Kita sei nicht nur ein Ort der Bildung und Erziehung, sondern auch der kirchlichen Verbundenheit, sagte Caritasdirektor Michael Esser mit Blick auf die benachbarte Suitbertus-Kirche.

Jetzt schon wohl fühlt sich in den neuen Räumen das Team der Erzieherinnen. „Es war eine Kunst, noch gute Leute zu gewinnen. Wir sind inzwischen voll im Fachkräftemangel angekommen“, sagte Faulhaber. Wenn aber eine Mitarbeiterin Muskelkater vom Lachen bekommen habe, sei das doch ein gutes Zeichen.