Die vielen Gesichter der Ratinger Kirche

Die vielen Gesichter der Ratinger Kirche

Die Bilder von Beate Meurer werden in der Versöhnungskirche in West ausgestellt.

Ratingen. Natürlich sind es Momentaufnahmen, die Porträts von Menschen in der Kirchengemeinde Ratingen-West, die demnächst in der Versöhnungskirche ausgestellt werden. Es sind keine Videos, es sind Fotos. Und die hat Beate Meurer gemacht, die Öffentlichkeitsreferentin des Kirchenkreises Düsseldorf-Mettmann. Sie zeigen Menschen der Kirchengemeinde in einem kurzen, vielleicht besonderen Augenblick ihres Lebens. „Sie zeigen die Vielfalt und Vielschichtigkeit der unterschiedlichen Persönlichkeiten, herausgegriffen aus der jeweiligen Situation, für einen Moment eingefangen. Sie stehen im Kontext zu ihrer Lebensumwelt und im Kontext zu ihrer Kirche. Genau das ist das verbindende Element aller Fotografierten der Ausstellung: Menschen in Bezug zu ihrer Kirche und als Teil von ihr, als Teil der Kirchengemeinde, der sie sich zugehörig fühlen, im Foto festzuhalten“, soweit Beate Meurer.

Die Porträtierten kommen aus der Kirchengemeinde Ratingen, und da aus unterschiedlichen Bereichen. Ehrenamtlich und hauptamtlich engagierte Menschen, zum Beispiel aus dem Besuchsdienst, Menschen, die bei der „Tafel“ Gutes tun, einige aus der Seniorengruppe oder Mitglieder der Chöre, auch der Küster und viele andere haben sich bereiterklärt, ihr Gesicht hinzuhalten.

„Momentaufnahmen sind ein Ausdruck für die große Bedeutung des Augenblicks in der Gegenwart“, zitiert Meurer Frank Weber, den Superintendenten im Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann. Und er sagt auch: „Gleichzeitig sind Momentaufnahmen ein Beleg für die Flüchtigkeit und Kostbarkeit der Zeit. Momente lassen sich nicht beliebig verlängern oder wiederholen. Eben das macht sie so interessant und wertvoll.“

Beate Meurer hat als junge Frau ein mehrmonatiges Praktikum in der Porträtfotografie absolviert. Letztendlich entschied sie sich für einen anderen beruflichen Werdegang. In den vergangenen Jahren hat sie ihre Kenntnisse aufgefrischt und durch Schulungen erweitert. Sie bringt mit ihrer Arbeit als Pressereferentin das Geschehen in konfessionellen Bereichen professionell nach draußen. Die gebürtige Hildenerin begann schon als Elfjährige neben der Schule eine zehn Jahre währende Ausbildung zur Bühnentänzerin im klassischen Ballett, sie schwenkte um zu einer Friseur-Ausbildung, mit der sie die Voraussetzung für die Ausbildung zur Maskenbildnerin sicherte.

Nun zeigt sie Fotos. Ihre Ausstellung wird am Sonntag, 1. Juli, um 9.30 Uhr in der Versöhnungskirche, Maximilian-Kolbe-Platz 19a, mit einem Gottesdienst eröffnet. Die musikalische Gestaltung übernimmt der Gospelchor Singing Westside unter der Leitung von Kantor Martin Hanke.

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