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Die CDU springt auf die Wohnmobil-Idee auf

Die CDU springt auf die Wohnmobil-Idee auf

Die Stadt Ratingen könne so vom Boom im Tourismus im Kreis Mettmann profitieren.

Ratingen. Rentner Norbert Böttcher wirbt seit langem für Wohnmobilstellplätze in Ratingen. Als ehemaliger Ratinger bedauert Böttcher, dass sich die Stadt damit Touristen und somit Kaufkraft entgehen lässt. Denn die Stadt sei touristisch anziehend und vor allem für Rentner ein lohnenswertes Ziel. Und die derzeitige Rentnergeneration verfüge über entsprechende finanzielle Mittel. Schon länger setzt sich Norbert Böttcher für sein Anein und bedauert, dass der Technische Beigeordnete Jochen Kral ihn in einem Schreiben vertröstet habe.

Kral hatte die Priorität der Stellplätze nach hinten gestellt. Wichtige Anliegen von Ratinger Bürger gingen vor. Nun hat Böttcher zumindest in der CDU-Fraktion einen Mitstreiter gefunden. Die will sich jetzt für Stellplätze für Wohnmobile im Ratinger Stadtgebiet einsetzen. „Die Stadt Ratingen ist touristisch attraktiv — schließlich lockt hier nicht nur die wunderbare Natur, sondern auch ein breites kulturelles und gastronomisches Angebot“, sagt Ewald Vielhaus, CDU-Fraktionsvorsitzender. Ein gutes ergänzendes Angebot dazu wäre es, Plätze für Wohnmobile zu schaffen. In einem entsprechenden Antrag fordert die CDU-Fraktion deshalb die Stadtverwaltung auf, diese Möglichkeit zu prüfen und dabei die wasserschutzrechtlichen Aspekte zu berücksichtigen.

Insgesamt boomt der Tourismus im Kreis Mettmann. „Seit Einführung der Marke Neanderland im Jahr 2013 stiegen die Gästeankünfte im Kreis um zehn Prozent“, erklärt Ewald Vielhaus. „Die CDU-Fraktion hat bereits seit dem vergangenen Jahr die Entwicklung eines Tourismuskonzepts für Ratingen gefordert, um einerseits die wirtschaftlichen Potenziale für die Stadt zu akquirieren und andererseits nicht den Anschluss an den boomenden Neanderland-Tourismus zu verlieren.“

Ewald Vielhaus, CDU-Fraktionsvorsitzender

Grundsätzlich scheint die Schaffung von Wohnmobilstellplätzen mit keinem großen Aufwand verbunden zu sein, wie andere Städte beweisen: Möglichkeiten für Wohnmobil-Stellplätze gibt es beispielsweise auf öffentlichen Parkplätzen rund um die öffentlichen Schwimmbäder oder in Ratingen in der Nähe des Blauen Sees. Genau dies hatte Norbert Böttcher jüngst vorgeschlagen.

Die Plätze müssten dann, so die CDU, entsprechend gekennzeichnet werden. „Nach unseren Informationen ist auch die Installation einer Strom- und Wasserversorgung recht unproblematisch“, so Vielhaus weiter. All dies soll die Stadtverwaltung nun prüfen und anschließend entsprechende Vorschläge zur Schaffung von Wohnmobilstellpätzen vorstellen.