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CDU will keine großen Mülltonnen in Altstadt

CDU will keine großen Mülltonnen in Altstadt

Der Bezirksausschuss Mitte will das Ambiente erhalten. Stadt wollte große Behälter aufstellen.

Ratingen. Die Altstadt hat ein einzigartiges Flair, das man bewahren will. Mit diesem Pfund will man in der hiesigen Region auch weiter wuchern. Und so gab es im Bezirksausschuss Mitte eine breite Mehrheit für einen CDU-Antrag, im Altstadtkern auf die Ausdünnung der Abfallbehälter durch Einsatz von großen Pressmüllbehältern zu verzichten.

„Wir möchten, dass diese großen Mülltonnen im Bereich der Altstadt nicht aufgestellt werden, da die Abstände zwischen den Mülleimern zu groß würden. Die Sauberkeit in der Altstadt wird durch die kürzeren Abstände eher gewährleistet“, erklärt Gerold Fahr den CDU-Antrag. Außerdem seien die klobigen Geräte, in denen eine 120 Liter-Mülltonne und der Pressmechanismus untergebracht sind, nicht mit der Gestaltungssatzung in der Altstadt vereinbar. Die Verwaltung hatte die Verringerung der Müllbehälter (33 kleine) auf 16 große Pressmüllbehälter vorgeschlagen, um das teure Entleeren von sechs auf zwei Einheiten pro Woche zu reduzieren.

Außerhalb der Gestaltungssatzung seien die großen Pressmüllbehälter aber eine Alternative, da die Behälter an speziellen Standorten wie Haltestellen den Baubetriebshof personell doch entlasten könnten. „Sinnvoll ist bei weiteren Anschaffungen der solargespeiste Pressmüllbehälter ,Presshai’ aus rundem Edelstahl; er muss nicht mit der Hand oder dem Fuß bedient werden, wenn man etwas einwerfen möchte“, betonte Fahr. Mit ihrem offenen Einwurf seien sie also komfortabler und durch ihre Edelstahloptik auch schicker und unempfindlicher für Graffiti.

Trotz Mehrkosten von 4000 Euro bleibt der Presshai laut CDU durch die Drittelung der Entleerungsintervalle wirtschaftlich vorteilhaft. Mehrheitlich verspricht sich der Bezirksausschuss eine bessere Akzeptanz und vor allem für den neu gestalteten Rathausvorplatz und Düsseldorfer Platz auch eine attraktivere Gestaltungsqualität. Das Modell werde bereits in Freiburg, Stuttgart, Potsdam, Bamberg, Baden-Baden, Kaiserslautern und anderen Städten erfolgreich eingesetzt, hieß es. kle