Ratingen Bau des Bechemer Carrés verzögert sich

Ratingen. · Planungsdezernent Jochen Kral gibt Entwarnung: Das Projekt steht nicht mehr vor dem Aus. Offene Fragen sollen jedoch intern noch geklärt werden. Bislang sind Investor, Stadt und Planer zufrieden.

 Auf diesem Foto ist ein Modell des Bechemer Carrés zu sehen. Das Areal wurde freigeräumt. Zur Zeit stehen noch einige offene Fragen im Raum, die von den Beteiligten geklärt werden müssen. Geplant ist die Fertigstellung zum Frühjahr 2021.

Auf diesem Foto ist ein Modell des Bechemer Carrés zu sehen. Das Areal wurde freigeräumt. Zur Zeit stehen noch einige offene Fragen im Raum, die von den Beteiligten geklärt werden müssen. Geplant ist die Fertigstellung zum Frühjahr 2021.

Foto: Blazy, Achim (abz)

Nicht wenige Bürger, vor allem die, die in der Innenstadt wohnen, wollen wissen, wie es mit dem Bechemer Carré weitergeht. Das Areal an der Ecke Bechemer Straße/Europaring war vor Monaten freigeräumt worden. Nun tut sich nichts mehr. Doch es wird sich bald was tun, versichert Jochen Kral, der Technische Beigeordnete. Wenige, aber eben nicht unwichtige Fragen seien noch zu klären. Der Planungsdezernent geht davon aus, dass ab dem Herbst gebaut werden kann. Der Zeitplan verzögere sich um wenige Monate, meinte er. Kral hielt sich mit weiteren Aussagen zurück, man werde die noch offenen Fragen intern klären. Das Wichtigste: Das Projekt steht nicht mehr vor dem Aus. Es kommt später.

Das Ganze gibt es bisher auf jeden Fall als Modell. Und es zeichnet sich ab, dass das neue Bechemer Carré an der Ecke Bechemer Straße/Europaring zum großen Blickfang wird. Die Stelle – nur fünf Minuten vom Marktplatz entfernt – ist attraktiv – trotz des nicht unerheblichen Verkehrs. Planer, Investor und Stadt sind höchst zufrieden mit den Planungen.

Wohnraum für Menschen verschiedenen Alters

„Es ist uns als Genossenschaft besonders wichtig, Wohnraum zu schaffen, der nicht nur eine Klientel bedient, sondern Menschen verschiedenen Alters und unterschiedlicher Lebenssituationen zusammenzubringt“, erklärte Juan Carlos Pulido, Vorstandsvorsitzender der Wohnungsgenossenschaft (WG) Essen-Nord, bei einem früheren Gespräch.

Das Gebäude werde seinen zukünftigen Bewohnern 46 Wohneinheiten mit einer Wohnfläche von rund 3560 Quadratmeter bieten. Die Größe variiere dabei zwischen 50 Quadratmeter und 120 Quadratmeter – es kann sich um eine kleine Single-Wohnung im Erdgeschoss oder beispielsweise um eines der vier jeweils zweigeschossigen Stadthäusern handeln, die in den Baukörper integriert sind. Die Ausstattung der Wohnungen werde wertig sein und mit einer voraussichtlichen Kaltmiete zwischen
10,50 und 11,50 Euro pro Quadratmeter deutlich unter Ratinger Spitzensätzen liegen.

Zudem profitierten zukünftige Bewohner vom genossenschaftlichen Grundsatz, Mieten langfristig stabil zu halten. „Die Miete wird von Jahr zu Jahr sogar attraktiver, betrachtet man die Mietpreissteigerungen im Umfeld. Gerade durch die Zusammenarbeit mit Essen-Nord können wir Menschen nachhaltigen und beständigen Lebensraum bieten. Das war eines unserer Ziele“, betonte Planungsdezernent Jochen Kral.

Zu allen Wohneinheiten gehören Pkw-Stellplätze in der selben Anzahl, die, dem gedrängten urbanen Umfeld entsprechend, in einer Tiefgarage realisiert werden.

Ein besonderes gestalterisches Element an der Fassade sind die vorgesehen Loggien. „Diese werden in lockerer Reihenfolge spielerisch platziert und fungieren gleichzeitig als Balkone für die darüberliegenden Wohnungen“, erläuterte Architekt Holger Hartmann die Pläne.

Bürgermeister betonte, dass sich das Projekt perfekt eingliedere

Bürgermeister Klaus Pesch betonte bei der Vorstellung des Projektes: „Dieses Grundstück war lange Zeit ein Problemkind, für das keine gelungene Lösung gefunden werden konnte. Mit dem Zutritt der WG Essen-Nord entwickelt es sich zu einer Glücksgeschichte, denn nun haben wir nicht nur ein Wohnobjekt, sondern eine städtebauliche Lösung, die sich perfekt zwischen Stadthalle und Innenstadt eingliedert.“

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