Am Kulturtag wird es sehr bunt

Mitmachen ist am Sonntag, 5. März, erwünscht: Es gibt ein buntes Programm für alle Interessenslagen.

Ratingen. Der Trend zeichnet sich seit Jahren ab. Der Ratinger Kulturtag, der am Sonntag, 5. März, ab 11 Uhr in seine 18. Auflage geht, lädt Gäste mehr und mehr zum Mitmachen ein. Anders ausgedrückt: Es gibt tolle Rezepte gegen die Langeweile. Die Kultur der Stadt präsentiert sich in den Räumen der Musikschule und Volkshochschule an der Poststraße in ihrer ganzen Vielfalt. Andrea Töpfer, die Leiterin des Kulturamtes, weiß, dass man mit diesem Konzept auf dem richtigen Weg ist.

Im vergangenen Jahr strömten knapp 1000 Besucher in die Räumlichkeiten — und die Gäste schauten nicht nur zu. „Es gibt auch in diesem Jahr wieder ein sehr reichhaltiges Programm zum Mitmachen“, betont Töpfer im Gespräch mit unserer Zeitung. In der Kurzvorstellung klingt dies so: Workshops, Konzerte, Lesungen, Ausstellungen, Kinderprogramm und Auszüge aus dem Filmarchiv Hans Kürten. Das Besondere: Die Angebote binden alle Generationen ein.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Heimatgeschichte: So gibt es im Trimborn-Saal eine Präsentation des Stadtarchivs, das Filme aus dem Fundus von Hans Kürten zeigt. Erika Münster-Schroer moderiert (16 bis 17.30 Uhr). Der Kinderbuchautor Rüdiger Bertram liest ab 15 Uhr — ebenfalls im Trimborn-Saal — aus seiner neuen Buchreihe „Stinktier und Co.“ (für Kinder ab acht Jahre). Die Moderation übernimmt Sabine Köchling.

Natürlich gibt es auch viel Musik: Ein interessantes Projekt kündigt sich gleich zu Beginn der Veranstaltung an. Unter der Leitung von Dieter Lein wird ein „Chor für Flüchtlinge und Einheimische“ ab 11 Uhr im Trimborn-Saal auftreten. „Dieser Chor hat sich in Tiefenbroich gegründet“, berichtet Andrea Töpfer, „man darf gespannt sein.“

Neben Lesungen — unter anderem mit der Mundart-Gruppe der Ratinger Jonges — gibt es auch zahlreiche Workshops, die ein breites Spektrum abdecken: Flamenco, Square Dance oder Latin Fitness Dance — viele Stilrichtungen werden angeboten und in Kurzform erarbeitet. Ein wichtiger Bestandteil des Kulturtages sind diese Mitmach-Angebote, die von Ratinger Vereinen und Kulturschaffenden organisiert werden. Workshops im Bereich der Bildenden Kunst kann man beispielsweise jederzeit und ohne Anmeldung besuchen.

Auch im Bereich der Stimmbildung wird Orientierung geboten: Toralf Hildebrandt (Knabenchor Hösel) und Thomas Gabrisch (Konzertchor Ratingen) stehen mit Rat und Tat zur Seite. Auf den drei Etagen und in einigen Räumen des Gebäudes stellen sich mehr als 30 Ratinger Künstler mit ihren Werken vor. Außerdem präsentieren sich Ratinger Vereine und Kulturschaffende mit vielen Infoständen.

Für Frank Mendack, den für Kultur verantwortlichen Beigeordneten, wird es der letzte Kulturtag in Ratingen sein. Mendack wechselt zum 1. April nach Mülheim. Er betont, dass der Kulturtag von seiner Vielfalt und seinem kompakten Angebot lebe.

Im kommenden Jahr wird man die Veranstaltung — traditionell nach Karneval — wieder im Stadttheater ausrichten. Dort gibt es dann eine größere Bühne.