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Alle drei Gymnasien wollen wieder das Abitur nach neun Jahren einführen

Alle drei Gymnasien wollen wieder das Abitur nach neun Jahren einführen

Die Schulkonferenzen müssen der Rückkehr zu G 9 zustimmen.

Ratingen. Änderung mit Ansage: Bereits in der Koalitionsvereinbarung zwischen CDU und FDP auf Landesebene stand das Thema „Rückkehr zum Abitur nach neun Jahren“ (G 9) mit oben auf der Tagesordnung. In dieser Woche hat die Landesregierung einen Gesetzentwurf zur Rückkehr zu G 9 auf den Weg gebracht. Nach dem Kabinettsbeschluss, der noch das Gesetzgebungsverfahren durchlaufen muss, kann ein Gymnasium bei G 8 bleiben, wenn sich die Schulkonferenz mit Zweidrittelmehrheit plus einer Stimme dafür entscheidet.

Klar positioniert sich in dieser Sache das Lintorfer Kopernikus-Gymnasium: „Die Schulkonferenz hat sich für die Rückkehr zu G 9 ausgesprochen“, hieß es auf Anfrage.

Auch wenn die Schulkonferenz sich noch nicht abschließend mit dem neuen Ansatz beschäftigt hat: Dorothea Wessel, Leiterin des Carl Friedrich von Weizsäcker-Gymnasiums in der Innenstadt, sieht ihre Schule klar auf dem Weg zurück zu G 9.

Das werde man auch den Eltern und Schülern mitteilen, die am morgigen Samstag, 18. November, zum Tag der offenen Tür an den Karl-Mücher-Weg kommen. „Ich erkenne derzeit keine andere Stimmung im Haus“, sagt Wessel. Zudem werde G 9 nun der neue Regelfall — „dagegen steht eine hohe Hürde vor dem Verbleib bei G 8“.

Am Bonhoeffer-Gymnasium in West wird sich die Schulkonferenz erst am 29. November mit dem Thema befassen. Aber auch hier ist die Richtung klar: „Kinder, die vom kommenden Schuljahr an das DBG besuchen wollen, werden neun Jahre bis zum Abitur vor sich haben“, sagt Schulleiter Uwe Florin. Entsprechend seien interessierte Grundschuleltern bereits informiert worden. Mit Sicht auf die anderen Ratinger Gymnasien meint Florin: „Es wäre angesichts bestehender Kooperationen nicht effektiv, wenn eine Schule bei G 8 bleiben würde.“ Daneben verweist Florin auf einen weiteren Umstand: „Die Schulministerin hat bereits auf der Direktorenkonferenz die Devise ausgegeben: Qualität statt Tempo.“