Ärger mit den Mülltonnen

Ärger mit den Mülltonnen

Entsorgung: Immer wieder beklagen sich Bürger darüber, dass Behälter nach der Leerung nicht zurückgestellt werden.

Ratingen. Dass bei Schnee und Eis die Müllabfuhr nicht immer zur gewohnten Zeit auftaucht, um die Behälter zu leeren, ist verständlich und nachvollziehbar. Dennoch rufen immer wieder Bürger beim Baubetriebshof an, wenn die Männer mit den orangefarbenen Jacken nicht zur üblichen Stunde aufkreuzen.

Abfallkoordinatorin Petra Bachhuber braucht dann Geduld und gute Nerven, um immer wieder zu erklären, dass gerade in Homberg und Hösel der Schnee - vor allem auf Nebenstraße - den Müllmännern das Leben schwer macht. Es gibt allerdings auch Beschwerden, die nichts mit dem Wetter zu tun haben. So beklagte sich WZ-Leser Helmut Kruber am Servicetelefon darüber, dass in seiner Straße im Tiefenbroicher Süden die geleerten Tonnen nicht wieder an ihren Platz vor den Häusern zurückgerollt, sondern bis zu 20 Meter weiter stehen gelassen werden - teilweise sogar kreuz und quer auf der Fahrbahn. Und die Container seien nicht ordentlich in die Boxen zurückgeschoben worden, so dass beim Einwurf von oben viel Müll daneben gegangen sei.

"Einzelfälle" seien das, sagt Petra Bachhuber. Wenn nicht, sei das nicht in Ordnung. "Es gibt eine klare Anweisung, dass die Tonnen unbedingt an ihren Standort zurückgestellt werden müssen. Auf der Straße dürfen sie schon gar nicht stehen." Sie will jedoch nicht ausschließen, dass mit Ersatzfahrern oder Ersatzmüllladern mal nicht alles ganz rund laufe.

"Wenn Container nicht an ihren Stellplatz zurückgestellt werden, ist mit ihnen meistens etwas nicht in Ordnung. Wir rufen dann die Haushalte an und erklären, was defekt ist." Helmut Kruber hat bei der vergangenen Leerung eine leichte Verbesserung festgestellt: Diesmal standen die Container ordentlich in der Box. Beschwert habe er sich nicht beim Amt: "Bringt doch nichts, das landet ja doch im Papierkorb." Das lässt Petra Bachhuber nicht gelten: "Wir gehen jeder Beschwerde nach", versichert sie.

Oft ist es auch gar nicht Bequemlichkeit, sondern der schiere Zeitdruck, wenn die Müllmänner den Tonnenrückweg einsparen. 1200 Behälter muss eine Schicht am Tag leeren - da ist der Fahrplan eng kalkuliert. Stellen sich dann Verzögerungen ein, etwa durch enge, zugeparkte Straßen oder Verkehrshindernisse, kommen die Männer dem Fahrplan schnell nicht mehr hinterher - Tonnen bleiben ungeleert am Straßenrand stehen. Diese müssen in der Regel am nächsten Tag nachgeleert werden. Durch Schnee und Eis ist übrigens bisher noch keine Tour ausgefallen. Allerdings macht die Reparatur zweier Müllfahrzeuge die momentane Planung noch empfindlicher für Störungen.