Panoramaradweg: Eine Trasse, die Städte verbindet

Panoramaradweg: Eine Trasse, die Städte verbindet

In Kürze wird der Panoramaradweg eröffnet. Auf manchen Abschnitten wird er schon heute genutzt.

Kreis Mettmann. Rund eineinhalb Monate, dann wird der Panoramaradweg eröffnet — eines der Projekte, das seit Monaten Gespräch ist in den Städten Heiligenhaus, Wülfrath und Velbert. Denn genau die drei Städte sind es, die mit der Trasse verbunden werden. Und alle hoffen, dass der Radweg die Region attraktiver für Touristen macht, die dann Geld da lassen, wenn sie die Gastronomie am Rande der Trasse nutzen, vielleicht einkaufen gehen oder sogar mal eine Nacht in einer Pension verbringen. Und Geld können gerade die klammen Kommunen in der Region Niederberg gut gebrauchen.

Weil die Städte von dem Radweg so begeistert sind, hatten sie im Februar zu einem Unterstützertag in Heiligenhaus eingeladen. Möglichst viele Bürger sollten sich finden, die eine Patenschaft für einen Trassenabschnitt übernehmen. Auch Spender wurden gesucht, die Bänke oder Fahrradständer bereit stellen. Und Velbert kündigte an, die Aktion „WDR für eine Stadt“ gewinnen zu wollen, damit zur Eröffnung ein Open-Air-Konzert mit internationalen Musikstars stattfinden kann. Daraus wurde aber nichts — Velbert verlor den Wettbewerb.

Trotzdem wollen die Städte am 16. Juli die Eröffnung der Trasse feiern. Heiligenhaus hat schon ein vorläufiges Programm ausgearbeitet. „Im Juni gibt es ein Heft mit allen Veranstaltungsorten und -zeiten“, sagt Wirtschaftsförderer Peter Parnow.

Geplant ist am Bahnhof Isenbügel eine Ausstellung zum Thema „Erneuerbare Energien“. An der Sportanlage an der Talburgstraße wollen die Heiligenhauser Vereine verschiedene Sportangebote zum Ausprobieren anbieten. Dritter Standort ist das Areal rund um den Bahnhof. „Dort ist eine Mobilitätsmesse geplant, bei der alternative Fortbewegungsmittel wie Elektromobile und Hybridbusse vorgestellt werden“, sagt Parnow. Auch eine Segway-Station werde eingerichtet, und es werden Touren mit E-Bikes bis nach Wülfrath angeboten.

„Wer entspannt feiern will, kann am Güterbahnhof zur Chillout-Party der Lions-Club-Jugend gehen“, sagt Parnow, der betont, „dass viele Vereine und Verbände an der Organisation beteiligt sind“. Das Interesse an einer Patenschaft für einen Trassenabschnitt sei dagegen nicht so groß. „Ich bin aber optimistisch, dass sich das noch ändern wird.“ Dafür hätten sich bis jetzt sieben Sachspender nach dem Unterstützertag gemeldet.

In Velbert soll ebenfalls gefeiert werden — allerdings stehen die Pläne noch nicht konkret fest. „Wir sind in letzten Abstimmungsprozessen“, so Stadtmarketing-Chef Nils Juchner. Fakt sei aber, dass es in Tönisheide und am Freizeitpark an der Höferstraße Aktionen geben soll, die besonders Familien und Kinder ansprechen. „Auch Konzerte sind geplant, und eine Fahrradrallye.“

Wie viele Geld die Städte Heiligenhaus und Velbert für die Feiern bereitstellen, dazu trafen weder Parnow noch Juchner eine Aussage. „Sie bewegen sich im Rahmen der zur Verfügung stehenden Etatmittel“, sagt Parnow.

Auch in Wülfrath kann Wirtschaftsförderin Ulrike Eberle nicht sagen, wie viel das Eröffnungs-Event kostet. „Wir sind noch in Honorarverhandlungen mit Künstlern. Deshalb steht das noch nicht fest.“ Bis jetzt hätten sich schon einige Spender nach dem Unterstützertag gefunden. Insgesamt seien schon 10 000 Euro zusammengekommen.

Über das Programm will Eberle noch keine Einzelheiten preisgeben, „weil noch nichts abschließend geplant ist“. Fest steht, dass eine Eröffnungsfeier am Zeittunnel geplant ist. Um 12 Uhr soll es einen ökumenischen Gottesdienst geben. Danach wird die Trasse von Geistlichen gesegnet. „Anschließend wird es Aktionen auf der gesamten Trasse an fünf Standorten geben“, so Eberle.

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