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Trauer um Paul Brenger in Mettmann und Wülfrath

Paul Brenger ist im Alter von 99 Jahren gestorben : Trauer um den Heimatfreund Paul Brenger

Der Unternehmer aus Mettmann ist jetzt im Alter von 99 Jahren gestorben.

Paul Brenger, Unternehmer und Heimatfreund, ist gestern im Alter von 99 Jahren gestorben. Er war ein Mettmanner Jung, widmete sich nach dem Zweiten Weltkrieg der Neugründung der St.-Georgs-Pfadfinder. Er gründete mit Helfern das erste Jugendwohnheim im Schloss Hardenberg in Neviges. Es folgte 1952 der Bau des Christopherusheims an der Oberen Talstraße in Mettmann, in dem 60 junge Männer wohnen konnten.

 In seiner Geburtsstadt Mettmann begann er ab 1951 mit dem Aufbau der Brenger-Firmen Inform, Work Shop, Bad Shop, Haustechnik-Sanitär-Heizung, Großhandel. Er war neben zahlreichen anderen Funktionen 25 Jahre lang Pressesprecher des Einzelhandelsfachverbandes, 20 Jahre Sprecher des Einkaufsverbandes Nürnberger Bund, über 25 Jahre stellvertretender Vorsitzender der Werbegemeinschaft in Mettmann.

Paul Brenger war Mitbegründer des Blotschenmarktes

Und er war Mitbegründer des „Blotschenmarktes“. 67 Jahren war er „Auler Mettmanner“ und sieben Jahre lang Ehrenmitglied. Ein Schütze war er auch: Paul Brenger bekleidete das Amt des Schützenkönigs der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft 1435 in den Jahren 1954/1955. Mit seiner Gattin Rosel Lutz-Brenger wohnte er zwar seit Jahren in Wülfrath, doch der Kontakt zu Mettmann ist nie abgerissen. Seit er sich 1997 aus dem Geschäftsleben zurückzog, war er vor allem Autor und Hobby-Historiker. „Mein interessantes Leben habe ich in umfangreichen Büchern nieder geschrieben. Meine Chronik beginnt mit meinem Vorfahren, Caspar Brenger, 1680“, sagte er. Über 45 Bände Chronik, Urkunden, Akten, Zeitungen und Geschichte von 1680-2014 lagen in seinem Archiv, dazu drei Bände über den Zweiten Weltkrieg. Er übergab vor acht Jahren seine Bücher dem Stadtarchiv. Paul Brenger war Gründungsmitglied des Lionsclubs Mettmann-Wülfrath, der vor zwei Jahren sein 50-jähriges Bestehen feierte. Er war es, der stets den Lions die selbst auferlegte Verpflichtung „We serve“ (Wir dienen) nahe legte und mit eindringlichen Appellen auf die Verpflichtung des Clubs, anderen zu helfen, aufmerksam machte. Mit Paul Brenger ist ein pragmatischer Unternehmer und ein Heimatfreund gestorben, der immer ein Herz für Bedürftige hatte und sich für sie einsetzte.