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Training für Sportabzeichen hält fit

Training für Sportabzeichen hält fit

110 Sportabzeichen hatte die Sportwartin des Stadtsportbundes für Mettmanner im Gepäck. Der älteste Empfänger ist 92 Jahre alt.

Mettmann. Mit 110 zu verleihenden Sportabzeichen hat sich die Teilnehmerzahl im Vergleich zum vergangenen Jahr kaum verändert. Erfreulich sei aber eine leichte Zunahme bei der Jugend, findet Gisela Winzer, Sportwartin des Stadtsportverbandes Mettmann. Diese stieg von 17 Jugendlichen in 2016 auf 23 im vergangenen Jahr. Das ist Gisela Winzer noch nicht genug. Auch und gerade bei den Erwachsenen erhofft sie sich regen Zuwachs. „Ich wünsche mir, dass nächstes Jahr noch jeder einen mitbringt“, motivierte sie die Teilnehmer.

Zuvor hatte sich Gisela Winzer beim Bürgermeister dafür bedankt, dass die Stadt fürs Sportabzeichentraining ihre Anlage dem Stadtsportverband zur Verfügung stellt. „Selbst während der Sommerferien dürfen wir den Sportplatz benutzen. Das ist keine Selbstverständlichkeit“, sagte die Sportwartin.

Bei der Verleihung der Urkunden, die in den Räumen des Mettmanner Tennis- und Hockeyclubs (MTHC) stattfand, gratulierte Bürgermeister Thomas Dinkelmann gemeinsam mit Gisela Winzer den 87 Erwachsenen und 23 Jugendlichen zu ihrer Leistung.

Viel Anerkennung gab es für Fritz Brosch, der mit 92 Jahren der älteste Teilnehmer in diesem Jahr war. Das Abzeichen ist aber längst nicht sein Erstes. Mit 70 habe er angefangen, sagt er. Am Montag durfte Brosch sich dann bereits seine 22. Urkunde und Anstecknadel abholen. „Eine ganz herausragende Leistung“, findet Bürgermeister Dinkelmann. Brosch, der laut Gisela Winzer fast jeden Montag zum Training erscheint, bleibt aber bescheiden. „Eigentlich bin ich ein fauler Kerl, was das Trainieren angeht“, verrät er, und hofft, im nächsten wieder dabei zu sein zu können.

Auch Christina Lassahn, die mit fünf Jahren eigentlich noch zu jung für das Sportabzeichen ist, bekam eine Urkunde überreicht. Sie erfüllte nämlich bereits die Bedingungen einer Sechsjährigen. Über ein Jubiläum durften sich Christel Rahlwes und Norbert Melchior freuen. Letzterer absolvierte das Sportabzeichen zum zehnten Mal. Christel Rahlwes bekam bereits das 40. Abzeichen. Den unangefochtenen Rekord hält mit 49 Sportabzeichen nach wie vor Gisela Winzer selbst. Sich das ganze Jahr über fit zu halten, ist für die Sportwartin selbstverständlich. „Ich mache alles mit dem Rad, bei jedem Wetter“, erzählt sie, „pro Tag fahre ich mindestens 13 Kilometer“. Nächstes Jahr ist Winzer auch wieder dabei. „Ich muss ja die 50 machen“, sagt sie mit Vorfreude.

Neben mehr Teilnehmern wünscht sich Winzer im nächsten Jahr vor allem eine höhere Anzahl von Mitarbeitern. Man könne vor allem Prüfer gebrauchen, die längerfristig dabei bleiben, findet sie. Für das Jahr 2018 sind vier Prüfer weggefallen, dafür gibt es nur einen Neuen. Jens Reiter ist einer der Prüfer und findet, dass die Arbeit etwas einfacher gestaltet werden könnte. Die Erfassung der vielen Daten der Teilnehmer auf Papier-Kärtchen in einer Box sei veraltet. „Das ist eine ganz schöne Zettelwirtschaft“, sagt er. Nur ein Mal im Jahr würden die Daten in ein digitales System übertragen. Reiter wünscht sich ein System, auf das Prüfer und Teilnehmer gemeinsam zugreifen und in das Daten direkt eingetragen werden können.