Streit um Mettmanner Weinsommer

Es hat ein Gespräch im Rathaus gegeben : Neue Hoffnung für den Weinsommer

Auf Drängen der Ratsfraktionen trafen sich die zerstrittenen Parteien – Bürgermeister Thomas Dinkelmann und Mettmann-Impulse – zu einem Gespräch.

Hätten die Fraktionsvorsitzenden nicht ein klärendes Gespräch zwischen den Streithähnen gefordert, dann hätte es keinen Weinsommer 2019 unter der Regie von Mettmann-Impulse gegeben. Die Fronten zwischen Bürgermeister Thomas Dinkelmann auf der einen Seite und Andreas Konrad und Jens-Christian Holtgreve von Mettmann-Impulse auf der anderen Seite waren total verhärtet. Ob sie es immer noch sind, ist offen.

Jedenfalls hat es hinter verschlossenen Türen im Rathaus ein „Weinsommer-Gipfel“ gegeben, an dem die Fraktionsvorsitzenden der im Rat vertretenen Parteien, Mitarbeiter der Veranstaltungsrunde im Rathaus, Bürgermeister Thomas Dinkelmann und der Sprecher der Werbegemeinschaft, Andreas Konrad, sowie der Hauptorganisator des Weinsommers, Jens Christian Holtgreve, ebenfalls Vorstand von Mettmann-Impulse, teilgenommen haben. Mehr als zwei Stunden sprachen sie miteinander. Die Atmosphäre sei entspannt gewesen, heißt es. Wie Teilnehmer des Gesprächs berichteten, habe es eine Annäherung gegeben.

Es wird in Kürze ein
weiteres Treffen geben

Es wurde anschließend eine kurze Stellungnahme formuliert: „Die drei Beteiligten haben den gemeinsamen Willen bekundet, sich hinsichtlich der Durchführung des Weinsommers 2019 zu verständigen. Dazu wird zeitnah ein Termin für die Veranstaltungsrunde vereinbart, an der auch die Sicherheitsorgane teilnehmen werden. Zudem wird ein Ratsmitglied dabei sein.“ Das Sicherheitskonzept wird also genau abgesprochen. Stühle und Tische für die Besucher wird’s auch weiterhin geben. Auch künftig wird auf dem Markt Wein aus Gläsern und nicht aus Pappbechern getrunken.

Die Fraktionsvorsitzenden zeigen sich überrascht darüber, wie schlecht die Kommunikation zwischen der Stadtspitze und Mettmann-Impulse ist. Da sind im Vorfeld jede Menge E-Mails geschrieben worden, es wurden Treffen abgesagt. Das direkte Gespräch gab es nur einmal. „Kindergeburtstag“ betitelte ein Teilnehmer des Gesprächs den Streit um den Weinsommer. Seit Monaten stimmt die Chemie zwischen Bürgermeister und Mettmann-Impulse nicht mehr. Es gab in der Vergangenheit Streit um diverse Themen (Netztrennung, Parken).

Ein Blick zurück: Nachdem das Tischtuch in Sachen Weinsommer zwischen Dinkelmann und Holtgreve zunächst zerschnitten war, brachte sich ein Profi-Weinanbieter ins Gespräch und wollte den Weinsommer in Eigenregie organisieren. Damit hätte die Stadt ein Fest, das auf Ehrenamtlichkeit fußt, abgegeben. Glücklicherweise ist es nicht soweit gekommen. Die Winzer haben übrigens in einem Brief mitgeteilt, dass sie gerne wieder nach Mettmann kommen und den Weinsommer 2019 ausrichten.

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