Strahlende Gesichter beim Heimatfest

Mettmann : Heimatfest lockt in die Innenstadt

Die Besucher genossen die bunte Veranstaltung trotz der Kapriolen des Wetters. Für die Mettmanner ist das Fest beliebter Treffpunkt.

Es weht der Duft von gegrillten Leckereien und anderen Köstlichkeiten über dem Mettmanner Marktplatz. Menschen grüßen einander, die sich lange Zeit nicht mehr gesehen haben. Sie trinken zusammen ein Glas Bier oder einen Schoppen Wein, andere genießen Cocktails, ein erfrischendes Bier und einen der vielzähligen Leckerbissen, die Vereine und andere Organisationen an ihren Ständen feilbieten: Es ist unverkennbar – Heimatfest in der Kreisstadt.

Auch bei seiner 43. Auflage nutzen die Mettmanner die Gelegenheit, Freunde zu treffen und miteinander zu töttern. Es waren jedoch auch vermehrt Besucher aus anderen Städten des Kreises zu beobachtet, die von der besonderen Atmosphäre des Mettmanner Heimatfestes gehört haben und einen Abstecher zum historischen Marktplatz machten. Im Gegensatz zu früher sind auch viele jüngere Leute zu beobachten, die das Heimatfest besuchen, mit ihrer Clique Spaß haben und das Programm genießen. „Das hat hier ein ganz besonderes Flair. Es macht einfach Spaß, den Bands zuzuhören, hier seine Runden um den Markt zu drehen, an den Ständen zu verweilen und mit Freunden und Bekannten sein Bierchen zu trinken“, sagt Torsten Gamper. „Ich habe sogar einen Kumpel von früher getroffen, den ich seit gut 15 Jahren nicht mehr gesehen habe. Wir haben direkt verabredet, dass wir uns demnächst mal in Ruhe treffen, um miteinander über alte Zeiten zu plaudern.“

Seit Jahren ein treuer Heimatfestbesucher ist auch Siegfried Schwink. „Der Besuch des Heimatfestes ist für jeden Mettmanner ein Muss“, versichert der 64-Jährige. „Was mir aber in diesem Jahr nicht gefällt, ist die Anordnung der Buden. Ich weiß zwar, dass hier Sicherheitsgründe eine Rolle spielen und ein Drei-Meter-Abstand zu den Wohnhäusern am Markt eingehalten werden muss. Da aber weniger Buden als bisher auf dem Markt platziert sind und es unverkennbar Lücken gibt, hat das Heimatfest an gemütlichem Flair verloren. Da muss sich die Stadt als Ausrichter für die Zukunft etwas einfallen lassen“, sagt er.

Das Tanzduo „Celtic Chailini“ führte einen Schwertertanz an. In der Kirche St. Lambertus (Hintergrund) erlebten die Besucher lehrreiche Führungen. Foto: Köhlen, Stephan (teph)

Aufgelockerter Aufbau der Stände kam bei Besuchern gut an

Julienne Ebel und Dennis Horstmann stießen auf das Mettmanner Heimatfest an. Foto: Rheinische Post/Alexandra Rüttgen

Es gab aber auch andere Stimmen, die es positiv fanden, dass der Markt aufgelockerter war und es nicht mehr zu einem Geknubbel beim Rundgang kam. Gut angenommen wurde das Bühnenprogramm. Das Orga-Team um Kulturchefin Marion Buschmann hatte ganze Arbeit geleistet. Während am Freitagabend beim Auftritt der Country-Rock-Band „Union Rebels“ die jüngere Generation auf ihre Kosten kam, ging am Samstagabend die Post ab, als die Rock- und Pop-Coverband Da Capo mit ihrem breiten Repertoire glänzte. Auch der Auftritt des Mettmanner Stadt­orchesters, unter anderem mit einem gelungenen Potpourri französischer Songs, erhielt viel Beifall. Eine Delegation aus Lettland brillierte mit Tänzen und Volksmusik. Auch die Liebhaber des Irish-Folk kamen bei der Darbietung einer irischen Band auf ihre Kosten. Nicht fehlen durften die gelungenen Beiträge der Lambertus-Chöre unter dem Dirigat von Matthias Röttger. Mittlerweile traditionell waren die Spaßmacher der Sail Jazz Band dabei, die mit ihren Instrumenten rund um den Marktplatz zogen.

Peter Feuser nutzte den Trödelmarkt in der Innenstadt, um seine alte Golfausrüstung zu verkaufen. Foto: Köhlen, Stephan (teph)