Städte müssen weniger Geld an den Kreis zahlen

Kreis Mettmann : Städte zahlen weniger Umlage an den Kreis

Der Kreishaushalt steht auf soliden Füßen.

. Der Kreistag hat am Montag den Haushaltsplan für 2019 mit großer Mehrheit verabschiedet. Nur die Fraktion Die Linke stimmte gegen den Haushalt, der ein leichtes Minus aufweist. Erfreuliche Nachricht für die Städte: Da es der Kämmerei unter Kreisdirektor Martin M. Richter gelungen ist, einen soliden Haushaltsplan zu entwerfen, kann der Kreisumlage-Hebesatz im nächsten Jahr um 2,3 Prozentpunkte auf 29,31 Prozent gesenkt werden.

Die Kreisumlage ist die Abgabe, mit der die kreisangehörigen Städte einen Beitrag zur Finanzierung der Aufgaben des Landkreises leisten. Der Anteil, den jede Kommune abzugeben hat, errechnet sich nach einer komplizierten Formel unter Berücksichtigung der jeweiligen Finanzstärke und hängt nur scheinbar vom Verhältnis der Einwohnerzahlen ab. Das wird deutlich sichtbar am Beispiel von Monheim, das, obwohl es eine der kleineren Städte des Kreises ist, mit 149,96 Millionen Euro in 2018 ein Vielfaches der anderen Städte zahlen muss – Ausweis auch der guten Finanzlage der Stadt.

SPD-Fraktionschef wirft Monheim egoistische Wirtschaftspolitik vor

Bei dieser Gelegenheit griff SPD-Kreistags-Fraktionschef Manfred Schulte die Stadt Monheim und ihren Bürgermeister Daniel Zimmermann indirekt für seine „egoistische Wirtschaftspolitik“ an, die auf niedrigen Gewerbesteuersätzen gründet. Zum Vergleich: Die Stadt Erkrath leistet einen Beitrag von 20,93 Millionen Euro, die Stadt Mettmann von 16,46 Millionen und die Stadt Wülfrath muss 8,54 Millionen Euro umlegen.

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